... vollständige Nachricht

Nicht akzeptabel: Bundesregierung schließt Ältere von Entlastungsmaßnahmen aus

von

Wer berufstätig ist, erhält eine Einmalzahlung von 300 Euro un-
abhängig vom Einkommen. Rentnerinnen und Rentner werden
nicht entlastet. Das hat die Ampelkoalition heute mit ihrem Ent-
lastungspaket beschlossen, das einen Ausgleich für steigende
Energiekosten schaffen soll. Die Entscheidung, ältere Menschen
nicht zu berücksichtigen, ist aus Sicht der BAGSO Bundesar-
beitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen vollkommen un-
verständlich und nicht akzeptabel. Höhere Heiz- und Stromkos-
ten treffen Rentnerinnen und Rentner im Zweifel mehr als Be-
schäftigte, die tagsüber nicht zu Hause sind.

„Berufstätige sollen unabhängig vom Einkommen entlastet wer-
den, die Bezieherinnen und Bezieher von kleinen Renten nicht.
Das verstehe, wer will“, kommentiert die BAGSO-Vorsitzende
Dr. Regina Görner die Entscheidung der Bundesregierung. „Ge-
rade Menschen mit kleinen Renten sind in der aktuellen Situa-
tion auf Unterstützung angewiesen. Es ist nicht akzeptabel, sie
im Entlastungspaket auszuschließen.“

Zusätzliche Einmalzahlungen gibt es für Empfänger von Sozial-
leistungen (200 Euro) sowie Familien (100 Euro pro Kind). Zu-
mindest Empfänger von Grundsicherung im Alter dürften also
von dem Paket profitieren. Aus Sicht der BAGSO reichen jedoch
Einmalzahlungen für Menschen mit niedrigen Einkünften nicht
aus. Notwendig ist eine angemessene Anpassung von staatli-
chen Unterstützungsleistungen.

Gesonderte Entlastungsmaßnahmen wurden für den Bereich
der Mobilität vereinbart, jedoch nur für einen Zeitraum von drei
Monaten

Zurück