Aktuelles und Wichtiges

von Volker Grote Westrick

BAGSO neue Anlaufstelle für Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat auf einer Festveranstaltung in Köln die neue Netzwerkstelle „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ offiziell vorgestellt. Die Netzwerkstelle, die bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) angesiedelt ist, ist die neue Ansprechpartnerin für bundesweit mehrere hundert lokale Projekte. Zur Staffelübergabe überreichte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Stefan Zierke, symbolisch das Logo der Lokalen Allianzen an den BAGSO-Vorsitzenden Franz Müntefering. Die Netzwerkstelle schließt an das Bundesmodellprogramm „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ an, in dem von 2012 bis 2018 insgesamt 500 lokale Hilfenetzwerke für jeweils zwei Jahre durch das Bundesfamilienministerium gefördert wurden. Initiativen, Kommunen, Einrichtungen, Dienstleister und Vereine haben sich in unterschiedlichen Konstellationen zusammengetan, um Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen das Leben leichter zu machen. Bestehende Angebote vor Ort wurden gebündelt und neue geschaffen. Neue Kooperationspartner wie Museen, Bauernhöfen oder Hausärzte wurden für die Arbeit mit Demenzkranken gewonnen.  Die neue Netzwerkstelle soll die Lokalen Allianzen in ihrer Weiterarbeit unterstützen. Dazu bietet sie überregionalen Erfahrungsaustausch, fachliche Impulse und bundesweite Vernetzung. Die Netzwerkstelle stellt auch praktische Arbeitshilfen zur Verfügung und trägt mit Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit zur weiteren Sensibilisierung beim Thema Demenz bei. Die Angebote der Netzwerkstelle richten sich auch an andere Hilfenetzwerke für Demenzerkrankte und an Interessierte, die neue Netzwerke aufbauen wollen.  „Die Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz sind eine Erfolgsgeschichte“, sagte Staatssekretär Stefan Zierke bei der Festveranstaltung. „Sie haben das Thema Demenz in die Mitte der Gesellschaft geholt und Netzwerke geknüpft, damit Menschen mit Demenz ein normales Leben führen können. Denn mit Demenz leben zu lernen, findet beim Bäcker statt, im Supermarkt, im Sportverein und überall dort, wo sich Menschen begegnen. Deshalb freue ich mich sehr, die weitere Begleitung und Unterstützung der  Lokalen Allianzen in die bewährten Hände der BAGSO übergeben zu können. Damit leistet die BAGSO einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit der aufgebauten Strukturen und zur weiteren Unterstützung für von Demenz betroffene Menschen und ihre Angehörigen.“
 
Kontakt: Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) Netzwerkstelle „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ Stefanie Adler (Projektleitung) Tel. 0228 / 24 99 93 33 E-Mail: adler@bagso.de www.bagso.de  
 

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von Volker Grote Westrick

Pressemitteilung der Landesseniorenvertretung NRW zur "Notfalldose"

Pressemitteilung
Die Notfalldose: Wichtiges gehört in den Kühlschrank!
Die Idee ist so einfach wie genial: Wichtige Unterlagen, die man bei einem häuslichen Notfall
für Arzt und Retter parat haben sollte, finden sich - im Kühlschrank. Anlässlich des
Deutschen Seniorentages in Dortmund hatte die Landesseniorenvertretung Nordrhein-
Westfalen (LSV NRW) für die grüne Plastik-Notfalldose geworben und mit dem - dort vom
Land gesponserten – Giveaway einen "Volltreffer" gelandet. "Die LSV möchte die Vorzüge
des Lebensretters aus dem Kühlschrank gerne bekannter machen", sagt deren Vorsitzende
Gaby Schnell, für die die "coolen" Helfer überaus praxistauglich sind, denn einen Kühlschrank
gibt es eben in jedem Haushalt.
Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ist inzwischen im Besitz dieser kleinen
Dose, die Platz bietet für Notfall- und Impfpass, Medikamentenplan, Kontaktdaten der
Angehörigen oder auch eine Patientenverfügung und andere wichtige Informationen, die im
Ernstfall den Rettern daheim eine zeitraubende Suche ersparen. Zumal, wenn der Patient
zu aufgeregt oder gar bewusstlos ist und nicht selbst mit diesen vielleicht lebenswichtigen
Hinweisen dienen kann. Kleine Aufkleber an Haustür und Kühlschrank weisen Arzt oder
Sanitätern den Weg zur Kühlschranktür, in der die Notfalldose steht.
"Etliche kommunale Seniorenvertretungen (SV) haben inzwischen bereits für die Verbreitung
der Idee gesorgt", so Gaby Schnell, die dabei auch deren Vorschlag lobt, sich Sponsoren
für die Anschaffung und Verteilung der Dose zu suchen. "Für die Bestellung und Bezahlung
der Dosen sind die jeweiligen SV zuständig - dies kann die Landesseniorenvertretung
leider nicht übernehmen". Dennoch empfiehlt die Vorsitzende, das Thema "Retter aus dem
Kühlschrank" in möglichst vielen Gruppen, Seniorenvertretungen oder Begegnungsstätten
auf die Tagesordnung zu setzen: "Gerade, weil die Umsetzung so einfach, die Wirksamkeit
aber so einleuchtend ist!". Besonders anzuraten sei daneben, dieses Verfahren vor Ort mit
der Ärzteschaft und den Rettungsdiensten an- und abzusprechen.
Informationen zum Projekt finden sich unter www.notfalldose.de


Gaby Schnell
Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW

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von Lucie Höyng

„ Lernpaten“ - eine schöne Aufgabe für Senioren

 

Zu einem ersten offiziellen Treffen trafen sich nun 12 Lehrerinenn und 22 Lernpaten in der Ludgerus Grundschule für einen Gedankenaustausch. Es ging darum, die bisher geleistete Arbeit zu reflektieren und Absprachen zu treffen für weitere konstruktive Unterstützung durch Erwachsene beim Unterricht.

Es ist kein neues Projekt, denn seit 2012 engagiert sich der Seniorenbeirat in Schulen, um damit Lehrpersonal und Kinder zu unterstützen. Durch persönliche Ansprache der Mitglieder des Seniorenbeirates wurden diese Lernpaten gefunden. Aber darüber hinaus gibt es durch Kontakte des Lehrpersonals auch Großeltern und andere Bekannte, die an den verschiedenen Schulen tätig sind.

 

 

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von Volker Grote Westrick

Würde bis zuletzt! – Verbände formulieren Anregungen und Forderungen an Politik, Medizin und Gesellschaft zur Gestaltung der letzten Lebensphase

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) ruft Menschen dazu auf, die Endlichkeit ihres Lebens nicht zu verdrängen und durch das Aufsetzen einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht die Angehörigen nicht mit schwierigen Entscheidungen alleine zu lassen. In dem Grundsatzpapier „Würde bis zuletzt!“ erinnert sie auch an die Bedeutung von Ritualen wie Trauerfeier und Bestattung für die Hinterbliebenen. Vereine und Verbände sollten das Thema „Sterben und Tod“ als Teil ihres verbandlichen Bildungsauftrags ansehen.
Die BAGSO begrüßt den bereits 2015 beschlossenen Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung, mahnt aber, dies nun auch umzusetzen und zwar flächendeckend. „Sterben ist ein Teil des Lebens, das letzte Stück. Und es hängt viel davon ab, unter welchen Umständen es geschieht“, so der Vorsitzende des Dachverbands und ehemalige Bundessozialminister Franz Müntefering. Vor allem auch in Pflegeheimen brauche es qualifizierte Palliativ- und Hospizkräfte über das bisherige Maß hinaus. In dem Papier wird aber auch klargestellt, dass nur ein Teil der Sterbenden – nach Schätzungen 10 % bis 15 % – auf eine solche spezialisierte Versorgung angewiesen ist.
Schließlich: Die Diskussion über die Zulässigkeit der Hilfe zur Selbsttötung darf keinen sozialen Druck entstehen lassen, der alte und hilfebedürftige Menschen in ihrer Entscheidungsfreiheit beeinflusst. „Helfen und sich helfen lassen ist ein menschliches Prinzip“, heißt es in dem Papier. Die BAGSO setzt daher auf eine professionelle Palliativversorgung und menschliche Zuwendung.
Das Positionspapier finden Sie unter www.bagso.de.

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