Aktuelles und Wichtiges

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Mit sieben zentralen Forderungen hat die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV
NRW) die Parteien im Vorfeld der Landtagswahl am kommenden Sonntag mit Nachdruck darauf
hingewiesen, die Themen der älteren Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren.

Nahezu fünf Millionen Menschen in NRW sind älter als 60 Jahre, weshalb eine künftige Regierung
ihre besonderen Bedürfnisse nicht außer Acht lassen dürfe, zumal sich "viele der Anforderungen
auch generationenübergreifend als elementar erweisen", betont der neu gewählte LSV-Vorsit-
zende, Karl-Josef Büscher, in einer Pressemitteilung zur Wahl.

Ausgangspunkt für eine zukunftssichere Seniorenpolitik müsse dabei ein realistisches Altersbild
sein, dass das Alter in seiner ganzen Vielfalt bedenke, weist das Vorstandsteam der LSV auf die
große und ressortübergreifende Bandbreite der Lebenswirklichkeiten älterer Menschen hin.

Diese sieben zentralen Forderungen stellte die Landesseniorenvertretung deshalb auf:

1. Digitalisierung durch unterstützende Angebote an den Lebensorten der Menschen stärken.

2. Bezahlbares Wohnen sichern.

3. Altersarmut bekämpfen und deren Auswirkungen mildern, vor allem im Hinblick auf stei-
gende Energiepreise.

4. Mobilität für Teilhabe im Alter stärken.

5. Potentiale Älterer nutzen und deshalb die Teilhabe in den kommunalen Strukturen fördern
und stärken, etwa, um Stadtentwicklungen im Sinne aller zu fördern.

6. Gute, bezahlbare Pflege sichern. Und nicht zuletzt ganz konkret:

7. Claudia Middendorf, als Beauftragte für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen
und Patienten, solle auch nach der Wahl ihre gute Arbeit fortsetzen können, ungeachtet der
künftigen Mehrheitsverhältnisse.

Im Übrigen unterstützt die LSV NRW die Forderung nach der Absenkung des Wahlalters, denn
sie bedeute ein Mehr an Beteiligung der jungen Generation. "Wie immer die Wahl ausgeht, wir
setzen auf Lösungen zur Gestaltungsaufgabe Alter, die alle angeht, und auf die Stärkung und
Weiterentwicklung vorhandener Strukturen", fasst Büscher zusammen.


Karl-Josef Büscher

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BAGSO appelliert an Mitglieder des Deutschen Bundestages

Der Deutsche Bundestag wird in dieser Woche über das Steuerentlastungsgesetz 2022 abstimmen, dass für Berufstätige eine einmalige Energiepreis-Pauschale von 300 Euro vorsieht. Rentnerinnen und Rentner sollen eine solche Pauschale nicht erhalten. Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen protestiert gegen diese Ungleichbehandlung. In einem Brief an die Mitglieder im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages heißt es: „Warum soll ein Gutverdiener eine Einmalzahlung von 300 Euro zum Ausgleich für gestiegene Kosten erhalten, die Rentnerin mit Alterseinkünften knapp über Grundsicherungsniveau nicht.“

Als Interessenvertretung der älteren Generationen bezeichnet die BAGSO die Regelung als vollkommen unverständlich und nicht akzeptabel. „Höhere Heiz- und Stromkosten treffen Rentnerinnen und Rentner im Zweifel sogar mehr als Beschäftigte, die tagsüber nicht zu Hause sind. Gerade Menschen mit kleinen Renten sind in der aktuellen Situation auf Unterstützung angewiesen“, heißt es wörtlich in den Schreiben.

Auch der Verweis auf aktuelle Rentenerhöhungen rechtfertigt nach Ansicht der BAGSO diese Entscheidung nicht. Die jährliche Rentenanpassung ist den Bezieherinnen und Beziehern gesetzlich zugesichert und orientiert sich an der Entwicklung der Arbeitnehmereinkünfte im Vorjahr. „Niemand käme ernsthaft auf die Idee, bei den nun begünstigten Berufstätigen danach zu unterscheiden, wer in 2022 von einer Tariferhöhung profitiert und wer nicht“, so die BAGSO.

Das Steuerentlastungsgesetz 2022 wird am 11. Mai 2022 im Finanzausschuss beraten und liegt am 12. Mai 2022 dem Bundestag zur Entscheidung vor.

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Pressemitteilung

Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen trauert um ihre langjährige Wegbegleiterin und ehemalige Vorsitzende Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr. Sie ist am 25. April 2022 im Alter von 91 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben, wie die Familie mitteilte.

„Mit ihrem unermüdlichen Engagement für ein aktives, engagiertes und möglichst gesundes Älterwerden prägte Ursula Lehr nicht nur die Arbeit der BAGSO, sondern die Einstellung zu älteren Menschen in Deutschland. Als sie 1988 Bundesfamilienministerin wurde, war sie Wegbereiterin einer modernen Altenpolitik, die ältere Menschen nicht nur als Empfänger von sozialen Leistungen, sondern als aktiven Teil der Gesellschaft betrachtet“, sagte Dr. Regina Görner, Vorsitzende der BAGSO.

Die Gerontologin und CDU-Politikerin Ursula Lehr war der BAGSO seit ihrer Gründung im Jahr 1989 eng verbunden. Ursula Lehr war Inhaberin des Lehrstuhls für Gerontologie an der Universität Heidelberg und von 1988 bis 1991 Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit im Kabinett von Helmut Kohl. In dieser Zeit verantwortete sie den ersten Altenbericht der Bundesregierung und die Verabschiedung des Bundesaltenplans.

Von 2009 bis 2015 hatte Ursula Lehr den BAGSO-Vorsitz inne, anschließend war sie bis 2018 Stellvertretende Vorsitzende. Bis zuletzt setzte sie sich als Ehrenvorsitzende für ein positives Altersbild und für geeignete Rahmenbedingungen für ein aktives Altern ein.

 

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Mit Karl-Josef Büscher (Rheda-Wiedenbrück) als einstimmig gewähltem Vorsitzenden führt
die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) ihre Arbeit fort. Die Mitglie-
derversammlung, in der Heimatstadt des neuen Mannes an der Spitze des Dachverbands
der kommunalen Seniorenvertretungen, war gut besucht und stellte jetzt die Weichen für das
Engagement unter dem Jahresschwerpunkt-Thema "Gemeinsam sind wir stark".
Der bisherige Vorsitzende Jürgen Jentsch (Gütersloh) hatte im Vorfeld überraschend seinen
Rücktritt bekannt gegeben. Ihm wurden Anerkennung und Dank für seine dreijährige Amts-
periode als Vorsitzender sowie für sein Engagement im Vorstand über viele Jahre ausge-
sprochen.
In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Theo Mettenborg den Einsatz von Seniorenvertre-
tungen (SV) und wies insbesondere auf das 30-jährige Mitwirken des eigenen Seniorenbei-
rates bei der Gestaltung seiner Stadt hin. Eine Urkunde für die Arbeit von drei Jahrzehnten
gab es neben den Gastgebern der Mitgliederversammlung auch für die SV der Kommunen
Lengerich, Duisburg, Haltern am See sowie Remscheid. Besondere Glückwünsche und eine
Urkunde galten der Seniorenvertretung Steinhagen, die sich bereits seit 40 Jahren für die
Belange älterer Menschen einsetzt. Weitere Grußworte hörten die Delegierten sowohl vom
stellvertretenden Vorsitzenden des Seniorenbeirats Rheda-Wiedenbrück als auch - digital -
von Claudia Middendorf, der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinde-
rung sowie für Patientinnen und Patienten in NRW. Die LSV setzt sich dafür ein, dass Mid-
dendorf auch nach der Landtagswahl im Mai dieses Amt weiter ausüben kann. Auch Ehren-
mitglied Irmgard Scheinemann wurde herzlich begrüßt.
Zu Stellvertretern des neuen Vorsitzenden Karl-Josef Büscher wurden Werner Böcker (Ha-
gen) und Ingrid Dormann (Arnsberg) gewählt. Den Vorstand komplettieren der Schatzmeister
Martin Schulz (Lippstadt) und als Schriftführer Rüdiger Haake (Haltern am See). Beisitzer/in-
nen sind Edeltraut Krause (Herne), Dr. Michael Adam (Bocholt), Gerd Maschun (Essen),
Manfred Stranz (Kaarst) und Wolf-Rainer Winterhagen (Radevormwald).
Mit Karl-Josef Büscher (Rheda-Wiedenbrück) als einstimmig gewähltem Vorsitzenden führt
die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) ihre Arbeit fort. Die Mitglie-
derversammlung, in der Heimatstadt des neuen Mannes an der Spitze des Dachverbands
der kommunalen Seniorenvertretungen, war gut besucht und stellte jetzt die Weichen für das
Engagement unter dem Jahresschwerpunkt-Thema "Gemeinsam sind wir stark".
Der bisherige Vorsitzende Jürgen Jentsch (Gütersloh) hatte im Vorfeld überraschend seinen
Rücktritt bekannt gegeben. Ihm wurden Anerkennung und Dank für seine dreijährige Amts-
periode als Vorsitzender sowie für sein Engagement im Vorstand über viele Jahre ausge-
sprochen.
In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Theo Mettenborg den Einsatz von Seniorenvertre-
tungen (SV) und wies insbesondere auf das 30-jährige Mitwirken des eigenen Seniorenbei-
rates bei der Gestaltung seiner Stadt hin. Eine Urkunde für die Arbeit von drei Jahrzehnten
gab es neben den Gastgebern der Mitgliederversammlung auch für die SV der Kommunen
Lengerich, Duisburg, Haltern am See sowie Remscheid. Besondere Glückwünsche und eine
Urkunde galten der Seniorenvertretung Steinhagen, die sich bereits seit 40 Jahren für die
Belange älterer Menschen einsetzt. Weitere Grußworte hörten die Delegierten sowohl vom
stellvertretenden Vorsitzenden des Seniorenbeirats Rheda-Wiedenbrück als auch - digital -
von Claudia Middendorf, der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinde-
rung sowie für Patientinnen und Patienten in NRW. Die LSV setzt sich dafür ein, dass Mid-
dendorf auch nach der Landtagswahl im Mai dieses Amt weiter ausüben kann. Auch Ehren-
mitglied Irmgard Scheinemann wurde herzlich begrüßt.
Zu Stellvertretern des neuen Vorsitzenden Karl-Josef Büscher wurden Werner Böcker (Ha-
gen) und Ingrid Dormann (Arnsberg) gewählt. Den Vorstand komplettieren der Schatzmeister
Martin Schulz (Lippstadt) und als Schriftführer Rüdiger Haake (Haltern am See). Beisitzer/in-
nen sind Edeltraut Krause (Herne), Dr. Michael Adam (Bocholt), Gerd Maschun (Essen),
Manfred Stranz (Kaarst) und Wolf-Rainer Winterhagen (Radevormwald).
"Zusammen sind wir stark" - unter diesem Motto gehen die neu Gewählten die vielfältigen
Themen des Alters an, darunter die Bearbeitung von 14 in der Mitgliederversammlung be-
schlossenen Anträgen

 

Karl-Josef Büscher
Vorsitzender

von

Wer berufstätig ist, erhält eine Einmalzahlung von 300 Euro un-
abhängig vom Einkommen. Rentnerinnen und Rentner werden
nicht entlastet. Das hat die Ampelkoalition heute mit ihrem Ent-
lastungspaket beschlossen, das einen Ausgleich für steigende
Energiekosten schaffen soll. Die Entscheidung, ältere Menschen
nicht zu berücksichtigen, ist aus Sicht der BAGSO Bundesar-
beitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen vollkommen un-
verständlich und nicht akzeptabel. Höhere Heiz- und Stromkos-
ten treffen Rentnerinnen und Rentner im Zweifel mehr als Be-
schäftigte, die tagsüber nicht zu Hause sind.

„Berufstätige sollen unabhängig vom Einkommen entlastet wer-
den, die Bezieherinnen und Bezieher von kleinen Renten nicht.
Das verstehe, wer will“, kommentiert die BAGSO-Vorsitzende
Dr. Regina Görner die Entscheidung der Bundesregierung. „Ge-
rade Menschen mit kleinen Renten sind in der aktuellen Situa-
tion auf Unterstützung angewiesen. Es ist nicht akzeptabel, sie
im Entlastungspaket auszuschließen.“

Zusätzliche Einmalzahlungen gibt es für Empfänger von Sozial-
leistungen (200 Euro) sowie Familien (100 Euro pro Kind). Zu-
mindest Empfänger von Grundsicherung im Alter dürften also
von dem Paket profitieren. Aus Sicht der BAGSO reichen jedoch
Einmalzahlungen für Menschen mit niedrigen Einkünften nicht
aus. Notwendig ist eine angemessene Anpassung von staatli-
chen Unterstützungsleistungen.

Gesonderte Entlastungsmaßnahmen wurden für den Bereich
der Mobilität vereinbart, jedoch nur für einen Zeitraum von drei
Monaten