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Wenn der Knoten im Taschentuch nicht mehr reicht

von Volker Grote Westrick

 

Seniorenbeirat Rhede bietet in Kooperation mit der Caritas Gedächtnistraining für Senioren an

 

Wer rastet, der rostet“. Dies gilt nicht nur für die körperliche Fitness, sondern auch für die Gehirnfunktion. Gedächtnistraining hilft, geistige Flexibilität zu stärken. Gerade im Alter ein wichtiger Faktor für möglichst lange Gesundheit und Selbstbestimmung. Daher bietet der Caritasverband in Kooperation mit dem Seniorenbeirat der Stadt Rhede ab Januar ein Gedächtnistraining speziell für Senioren an.

 

Sandra Wölker, zertifizierte Gedächtnistrainerin der deutschen Gesellschaft für Gedächtnistraining, beschreibt das Programm so: „Unser Gehirn ist wie ein Straßennetz. Es gibt Autobahnen, über die viele unserer Gedanken fast automatisch fahren. Dann gibt es Landstraßen, die wir hin und wieder benutzen, die aber ganz gut funktionieren. Und dann sind da noch die Feldwege, da geht es schon langsamer und stockend voran. Also meiden wir sie. Ganz zu schweigen von den verwilderten Pfaden. Aber gerade die sind wichtig freizulegen. Denn je älter wir werden, desto wichtiger ist es, dass wir unserem Gehirn Alternativen bieten können, auf Wissen zuzugreifen, Entscheidungen zu treffen oder sich Dinge zu merken.“ Denn solange man gesund ist, mache man sich wenig Gedanken darüber, wie wichtig diese verinnerlichten Erinnerungsabläufe sind. Wird das Gehirn aber durch Alter oder Krankheit beeinträchtigt, merkten viele schlagartig, wie eingeschränkt ihr Leben wird. Wo liegt der Schlüssel? Wie heißt der Mann der besten Freundin noch mal? Wie war der Pin für`s Konto?

Wir müssen den Informationen sagen, wie wichtig sie sind. Sonst dümpeln sie eine Zeit im Kurz-zeitgedächtnis herum und verschwinden dann. Nur wenn wir den Informationen durch wiederholtes Abrufen signalisieren, dass wir sie brauchen, setzen sie sich im Langzeitgedächtnis fest.“, erläutert Wölker. Besonders gut helfe dabei noch, wenn Informationen doppelt abgelegt werden. Damit meint Wölker die Verknüpfung von Information und Emotion. „Dinge, mit denen wir Geschichten oder Gefühle verbinden, sind besonders fest abgespeichert. Das sind die Dinge, an die wir uns auch dann noch erinnern, wenn wir viele andere Dinge schon nicht mehr abrufen können.“ Damit dann möglichst viel abrufbar ist, können Menschen gezielt daran arbeiten, Informationen „sicher abzulegen“, wie Wölker es nennt. Wie das geht, zeigt sie neben anderen Tricks im neuen Programm.

Das Übungsprogramm regt auf spielerische Art und Weise Denken und Fantasie an, verbessert Konzentration und Gedächtnis. Der Kurs besteht aus 6 Einheiten à 60 Minuten. Hier lernen die Teilneh-mer*innen in stressfreier Atmosphäre Methoden kennen, ihre geistigen Kräfte zu aktivieren und aufzufrischen. Der Kurs kostet 30 Euro.

 

Sandra Wölker, zertifizierte Gedächtnistrainerin der deutschen Gesellschaft für Gedächtnistraining, stellt den Kurs am Mittwoch, 08.01.2020 um 10.30 Uhr im Café Kleeblatt, Hamalandplatz in Rhede vor. An diesem Tag können dann Anmeldungen für den Kurs, der am Dienstag, 14.01.2020 startet, tätigen.

 

Kontakt: Sandra Wölker

sandra.woelker@caritas-bocholt.de

Telefon: 02871-2513-1205

und Luzia Höyng, Tel. 02872-2597

 

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