Aktuelles und Wichtiges

von Volker Grote Westrick

Außergewöhnliche Freiheitsbeschränkungen für Menschen in Pflegeeinrichtungen nach Impfung beenden

BAGSO begrüßt Klarstellung des Deutschen Ethikrats

Die BAGSO begrüßt die Positionierung des Deutschen Ethikrats in seiner Ad-hoc-Empfehlung „Besondere Regeln für Geimpfte?“ vom 4. Februar 2021. Die BAGSO hält es wie der Deutsche Ethikrat im Grundsatz für richtig, Menschen, die bereits geimpft wurden, und solche, die diese Möglichkeit noch nicht hatten, bis auf Weiteres gleich zu behandeln. Zugleich spricht sich das Gremium dafür aus, die besonderen Freiheitsbeschränkungen für Bewohnerinnen und Bewohner in Pflege-, Senioren-, Behinderten- und Hospizeinrichtungen für Geimpfte aufzuheben. Die BAGSO unterstützt diese Position ausdrücklich.

Der Deutsche Ethikrat weist zu Recht darauf hin, dass die Belastungen für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen „erheblich über das hinausgehen, was andere Bürgerinnen und Bürger erdulden müssen“. Das betrifft Ausgangs- und Besuchsbeschränkungen sowie Kontaktbeschränkungen innerhalb der Einrichtung wie etwa den Verzicht auf gemeinsame Mahlzeiten und Gruppenangebote. Diese Sonderbelastung sei, so der Deutsche Ethikrat, nur zu rechtfertigen, solange diese Menschen noch nicht geimpft sind. Auch die Tatsache, dass nicht alle in den Einrichtungen wohnenden oder arbeitenden Menschen bereit sind, sich impfen zu lassen, führe nicht zu einer grundsätzlich anderen Beurteilung. Es müsse dann vielmehr darum gehen, die nicht Geimpften mit den zur Verfügung stehenden Mitteln wie beispielsweise FFP-2-Masken, Schutzkleidung und Schnelltests besonders zu schützen.

Die BAGSO begrüßt die Klarstellung, dass es an dieser Stelle nicht um Vorteile, sondern um die Rücknahme besonderer Nachteile für eine in der Corona-Pandemie besonders schwer belastete Personengruppe geht. Die BAGSO weist zudem darauf hin, dass es für die oben genannten Freiheitseinschränkungen nicht nur ethische, sondern auch klare (verfassungs-)rechtliche Grenzen gibt, die der Mainzer Staatsrechtler Prof. Dr. Friedhelm Hufen in einem im Auftrag der BAGSO erstellten Gutachten herausgearbeitet hat.

Zur Stellungnahme des Deutschen Ethikrates

Zum Rechtsgutachten von Prof. Friedhelm Hufen

 

Über die BAGSO

Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen vertritt die Interessen der älteren Generationen in Deutschland. Sie setzt sich für ein aktives, selbstbestimmtes und möglichst gesundes Älterwerden in sozialer Sicherheit ein. In der BAGSO sind rund 120 Vereine und Verbände der Zivilgesellschaft zusammengeschlossen, die von älteren Menschen getragen werden oder die sich für die Belange Älterer engagieren.


 
Barbara Stupp
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit   

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von Volker Grote Westrick

Seniorenbeirat neu gewählt.

Den Seniorenbeirat in Rhede gibt es seit 2005.

Mit den Kommunalwahlen steht auch die Neuwahl der Mitglieder des Seniorenbeirats an.

Coronabedingt konnte der Seniorenbeirat in diesem Jahr nicht zu einer Delegiertenversammlung einladen und hatte sich entschlossen , eine Briefwahl abzuhalten.

Vereine und Verbände konnten Kandidaten sowie Delegierte benennen und wählen. Die Beteiligung war gut und 48 Personen hatten die Möglichkeit zu bestimmen, wer in den nächsten Jahren ihren Verein oder Verband im Seniorenbeirat vertritt. Der Seniorenbeirat setzt sich als Gremium für die Belange älterer Menschen ein und entwickelt Ideen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in der Stadt Rhede.

Wer welche Aufgaben im neuen Seniorenbeirat übernimmt, das wird erst in der nächsten konstituierende Sitzung des Seniorenbeirates gewählt, wozu der Bürgermeister einlädt.

Folgende Personen sind in den Seniorenbeirat gewählt worden:

Vorstand

Luzia Höyng

Bernd Tielkes

Christel Steverding

Volker Grote Westrick

Elsbeth Enck

Reimund Bartels

Jochen Coppenrath

Stellvertretung

Heinz Klein-Uebbing

Willi Dalhaus

Bettina Peters

Elisabeth Terhart

Agnes Bösing

Susanne Pitz

Johanna Beckmann

Jürgen Schulz

Armin Klink

Margit Müller

MechthildHöing

Gregor Schulte

Hildegard Elskamp-Lieven

Mechtild Tielkes

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von Volker Grote Westrick

Impfungen gegen das Coronavirus: Nachbesserungen notwendig

 

Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen begrüßt die Fortschritte bei den Impfungen gegen das Sars-CoV-2-Virus. In einer Stellungnahme weist sie aber auch darauf hin, dass an zahlreichen Stellen noch Nachbesserungen im Verfahren notwendig sind.

Die Entscheidung über die Impfreihenfolge nach ethischen Grundsätzen, wie sie in Deutschland getroffen wurde, ist nach Ansicht der BAGSO im Grundsatz richtig. Allerdings werde die Situation in der häuslichen Pflege zu wenig berücksichtigt. Hier seien Nachjustierungen erforderlich. Das betreffe zu Hause lebende Pflegebedürftige, die, sobald dies technisch möglich ist, in ihrer Häuslichkeit geimpft werden müssten. Außerdem sollte pflegenden Angehörigen, professionellen Pflegekräften in der ambulanten Pflege und sogenannten 24-Stunden-Kräften umgehend ein Impfangebot gemacht werden, um zu Hause lebende Pflegebedürftige zu schützen.

Um die Impfbereitschaft zu stärken, fordert die BAGSO dringend eine zentral koordinierte, bundesweite Aufklärungskampagne, die die Bevölkerung über Wirkweise und mögliche Nebenwirkungen der zugelassenen Impfstoffe informiert. Das Verfahren zur Vergabe der Impftermine sollte möglichst einfach gestaltet sein und per Brief und Telefon erfolgen. Erste Erfahrungen zeigen, dass digitale Anmeldeverfahren oder automatisierte Telefonsysteme hohe Hürden darstellen und für vulnerable Gruppen den Zugang zur Impfung erschweren.

Zur Stellungnahme

Über die BAGSO

Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen vertritt die Interessen der älteren Generationen in Deutschland. Sie setzt sich für ein aktives, selbstbestimmtes und möglichst gesundes Älterwerden in sozialer Sicherheit ein. In der BAGSO sind rund 120 Vereine und Verbände der Zivilgesellschaft zusammengeschlossen, die von älteren Menschen getragen werden oder die sich für die Belange Älterer engagieren.

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von Volker Grote Westrick

LSV NRW äußert sich zur Situation der Pflegenden in Corona-Zeiten

Aus der Krise dringend für die Zukunft der Pflege lernen

"Wir werden viel aus der aktuellen Corona-Pandemie lernen müssen, um in Zukunft vor allem beim Personal im Gesundheitsbereich besser aufgestellt zu sein", lenkt der Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen, Jürgen Jentsch, in einer Pressemitteilung einmal mehr den Blick speziell auf die Pflegerinnen und Pfleger, die seit Monaten unter besonderer Bedrohung durch die Ansteckungsgefahr bis an die Grenzen ihrer körperlichen und seelischen Belastbarkeit Dienst tun.

"Oft schon hat man gehört, dass Applaus, lobende Worte und Schokolade zwar nett sind, aber keineswegs die notwendige Anerkennung bedeuten, die dieser hohe Einsatz für Erkrankte und Pflegebedürftige verdient", so Jentsch. Deshalb sei es dringend nötig, die knappe Personaldecke wesentlich zu vergrößern, um die Arbeitsbedingungen in den Alten- und Pflegeheimen sowie in den Krankenhäusern zu verbessern und damit attraktiver für Berufs-Interessentinnen und -Interessenten zu machen. "Wir wissen, dass man etwa Intensivpflege-Personal nicht aus dem Hut zaubern kann aber, wenn man nicht jetzt beginnt, junge Menschen durch gute - auch finanzielle - Zukunftsaussichten für diesen Beruf zu interessieren, wird die ohnehin bestehende Personalknappheit weiter dramatisch ansteigen".

Als einen richtigen Schritt bewertet Jentsch die im vergangenen Jahr ausgehandelten Tariferhöhungen und die Zuschläge speziell für die Pflegenden. "Dies ist allerdings nur ein Puzzlestein in einem notwendigen Maßnahmen-Paket über das in Politik, Gesellschaft und mit den beteiligten Ausbildungs-Verbänden, Pflege- und Krankenkassen, Kirchen und der Arbeitsagentur dringend gesprochen werden muss: Arbeitsbedingungen, Personalschlüssel, Umschulungen, Nachwuchs-Gewinnung und Digitalisierung gehören rasch auf die Agenda", verlangt der LSV-Vorsitzende. "Im Übrigen hat die aktuelle Corona-Krise auch den Fokus wieder neu auf das Thema Profit-Denken im Gesundheitssystem gelenkt. Auch dazu brauchen wir nach der derzeit akuten Pandemie-Phase eine tiefgehende Diskussion", ist Jürgen Jentsch überzeugt, denn: "Auch die sind wir dem großartigen Pflegepersonal schuldig".

Jürgen Jentsch

Vosrsitzender

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von Volker Grote Westrick

BAGSO-Projekt erschließt den Nutzen Künstlicher Intelligenz für ältere Menschen

Pressemtteilung der BAGSO

 

 

Praxisphase an 16 Standorten in Deutschland beginnt

 

Kann Künstliche Intelligenz zur Lebensqualität beitragen und wenn ja, in welcher Weise? Dieser Frage geht die BAGSO gemeinsam mit lokalen Partnern im Rahmen des Projekts „Digitale Souveränität älterer Menschen mit KI-Technologien fördern” nach. Ziel ist es, ältere Menschen im Umgang mit KI-Technologien zu schulen und dabei Chancen und Risiken gleichermaßen zu beleuchten. Ältere Nutzerinnen und Nutzer werden so in die Lage versetzt souverän zu entscheiden, ob und wie sie KI-basierte Technologien für ihren Alltag einsetzen wollen.

Die 16 lokalen Partner des Projekts sind Mehrgenerationenhäuser, Seniorenbüros, Vereine und eine Volkshochschule, die bereits Erfahrungen in der digitalen Bildung älterer Menschen gesammelt haben. Sie erhalten KI-basierte Technologien wie Sprachassistenten, smarte Haushaltsgeräte und andere Geräte im Wert von je 5.000 Euro. Außerdem werden Multiplikatoren vor Ort zu Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz geschult und darauf vorbereitet, ihr Wissen sowie ihre Anwendungskompetenzen an Ältere weiterzugeben. Die BAGSO stellt in den kommenden Monaten auf wissensdurstig.de zudem Materialien zum Thema in einer Mediathek bereit und veröffentlicht eine Broschüre zu Künstlicher Intelligenz im Alltag älterer Menschen.

Ältere Menschen gehören zu der gesellschaftlichen Gruppe in Deutschland, die vom Nutzen von KI-Anwendungen bisher wenig profitieren, obwohl entsprechende Technologien einen Beitrag zu ihrer Lebensqualität leisten können. Dabei kann es sich um Sprachassistenten handeln, die den Alltag vereinfachen, um Haushaltsgeräte, die körperlich anstrengende Arbeit abnehmen oder um Apps, die bei Sehbeeinträchtigungen helfen, die Umgebung besser wahrzunehmen. KI kann aber auch Spaß machen, etwa mit Spielen oder im Umgang mit KI-Robotern.

Das Projekt ist bei der Servicestelle "Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ der BAGSO angesiedelt. Es wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des KI-Zukunftsfonds gefördert. Es läuft bis Ende 2021.

 

 

Über die BAGSO

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen vertritt über ihre rund 120 Mitgliedsorganisationen viele Millionen ältere Menschen in Deutschland. Mit ihren Publikationen und Veranstaltungen – dazu gehören auch die alle drei Jahre stattfindenden Deutschen Seniorentage – wirbt die BAGSO für ein möglichst gesundes, aktives und engagiertes Älterwerden.

 

 

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