Aktuelles und Wichtiges

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Nach einer Corona-Zwangspause und der Tatsache geschuldet, dass frühere Helfer in Ihren wohlverdienten „Ruhestand“ gegangen sind, konnte nun der Helferdienst des Seniorenbeirats Rhede wieder eingerichtet werden. Um ältere sowie hilfsbedürftige Menschen bei kleinen Reparaturen im Haushalt zu unterstützen oder kleinere Hilfestellungen in anderen Bereichen zu geben, haben sich erfreulicherweise 4 Herren gefunden, die als Helferdienst für Rhede und Umgebung tätig werden – gemäß dem Motto: Senioren helfen Senioren

 

Gerufen werden kann der Helferdienst z.B. für folgende Hilfestellungen: Kleinere Reparaturen oder Einstellungen an Haushaltsgeräten, Hilfe beim Anbringen kleiner Regale oder beim Leimen eines Stuhles oder Tisches, beim Auswechseln von Leuchtstoffen oder auch bei der Reparatur einer Klingel. All das sind Dinge, die die Helfer gerne für Sie erledigen – nicht aber aufwändige Zimmer-Anstriche oder Veränderungen oder Umbauten von Einbauküchen oder ähnlichem. Solche Tätigkeiten überschreiten grundsätzlich den Rahmen der Hilfestellungen und sollten vom Handwerker Ihres Vertrauens ausgeführt werden.

 

Wer also kleine Hilfestellungen und Reparaturen im Haus benötigt, meldet sich einfach telefonisch bei:

Bernhard Thielkes, Telefon 0 28 72 / 15 02

Klemens Bösing, Telefon 0 28 72 / 17 66

Hans Möllenbeck, Telefon 0 28 72 / 22 98

 

Wichtig zu wissen ist, dass der Helferdienst im Rahmen der aktuellen Corona-Schutzverordnung nur unter 2G-Regelung für Sie tätig werden kann.

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Franz Müntefering nach sechs Jahren verabschiedet

Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen hat eine neue Vorsitzende. Die Gewerkschafterin und frühere saarländische Ministerin Dr. Regina Görner wurde von der Mitgliederversammlung der BAGSO für die nächsten drei Jahre an die Spitze des Dachverbandes gewählt. Sie löst Franz Müntefering ab, der die BAGSO sechs Jahre lang als Vorsitzender geführt hat. Der frühere SPD-Politiker und Bundesminister hatte nicht erneut für den Vorstand kandidiert.

Regina Görner dankte Franz Müntefering auf der Mitgliederversammlung und würdigte seine Verdienste. Müntefering habe unermüdlich auf das Recht und die Verantwortung der Älteren hingewiesen, sich einzumischen und mitzugestalten. Der Geschäftsführer der BAGSO, Guido Klumpp, hob hervor, dass Müntefering die BAGSO für zentrale gesellschaftspolitische Themen wie Klimaschutz und Erhalt der Demokratie geöffnet und damit die Verantwortung der Älteren für die nachfolgenden Generationen sichtbar gemacht habe.

Mit Regina Görner folgt eine erfahrene Sozial- und Gesundheitspolitikerin im Vorsitz der BAGSO. Görner war von 1999 bis 2004 Ministerin für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales im Saarland. Sie war 10 Jahre lang geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und später in gleicher Funktion bei der IG Metall. Von 2000 bis 2016 gehörte sie dem Bundesvorstand der CDU an. Regina Görner engagiert sich seit 2015 im Vorstand der BAGSO. 2018 wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Zusammen mit Dr. Heidrun Mollenkopf leitete sie die Fachkommission Digitalisierung.

Neben Regina Görner, die auf Vorschlag des DGB gewählt wurde, gehören dem neuen geschäftsführenden Vorstand Michael Griffig (Kolpingwerk) und Jens-Peter Kruse (Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit in der EKD) an. Als Beisitzerinnen und Beisitzer wurden Katrin Markus (Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen), Hermann Allroggen (Arbeiterwohlfahrt Bundesverband), Sebastian Wegner (Volkssolidarität Bundesverband) und Margit Hankewitz (Sozialwerk Berlin) gewählt.

Die Mitgliederversammlung dankte auch den weiteren scheidenden Mitgliedern des Vorstandes. Rudolf Herweck engagierte sich seit 2007 für die BAGSO, seit 2014 gehörte er dem Vorstand an. Irmtraut Pütter war seit 2009 kooptiertes Vorstandsmitglied.

Pressekontakt 
Barbara Stupp
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit   

BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V.
Noeggerathstr. 49
53111 Bonn
Tel.: 0228 24 99 93 - 12
E-Mail: stupp@bagso.de

www.bagso.de

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LSV NRW zur Kritik an der Pflegeversicherung
"Das ist beschämend für Menschen am Ende ihres Lebens"


Seit den Anfängen der Pflegeversicherung 1995 beteiligt sich die Landesseniorenvertretung
Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) kontinuierlich auf verschiedenen Ebenen kritisch konstruktiv
an deren Umsetzungsprozess sowie an den seitherigen Reformen. Die LSV-Mitgliederver-
sammlung fordert jetzt von der Politik vehement Veränderungen im Hinblick auf die Finanzie-
rungsgrundlagen, die Entlohnungs- und Arbeitsbedingungen und die Personalgewinnung so-
wie zur Flexibilisierung von ambulanter und stationärer Pflege.

 

Grundsätzlich, so der LSV-Vorstand zum Beschluss der Mitglieder, weise das Gesetz von
Anfang an gravierende Fehlstellungen auf. Jürgen Jentsch, der LSV-Vorsitzende: "Zwar
wurde damals als wichtiges Ziel benannt, Armut durch Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, doch
wir sehen heute, dass durchschnittlich zwei von drei Menschen in stationären Altenpflegeein-
richtungen die Kosten dafür nicht mehr aus Renteneinkünften und den Mitteln aus der Pfle-
geversicherung bestreiten können und so Sozialhilfe in Anspruch nehmen müssen. Hier ver-
fehlt das Gesetz sein Ziel. Vor allem aber ist es beschämend für Menschen am Ende ihres
Lebens.“


Der "Arbeitskreis Pflegeversicherung" der LSV hatte im Vorfeld der Mitgliederversammlung,
die in diesen Tagen in Essen stattfand, einen Forderungskatalog erarbeitet, dem die Dele-
gierten aus den kommunalen Seniorenvertretungen einhellig zustimmten. Wichtige Punkte
dieses Beschlusses, der jetzt den politisch Verantwortlichen zugeleitet wird, zielen darauf,
den Eigenanteil der Betroffenen zwischen Bedarf und der Deckung durch die bestehenden
Absicherungen grundsätzlich und dauerhaft zu reduzieren. "Dieser Eigenanteil muss ein für
alle zu Pflegenden leistbarer und gedeckelter Beitrag sein, bei dem auch die bisherige dyna-
mische Steigerung entfällt", so fordert die LSV eine grundsätzlich andere Finanzierung der
Versicherung, etwa durch eine "Bürgerversicherung".


Weil es ohne ausreichendes und qualifiziertes Personal keine gute Pflege geben kann, setzt
sich die LSV ebenfalls dafür ein, dass der Personalschlüssel den Bedürfnissen der zu Pfle-
genden angepasst sein muss. "Entlastende Arbeitsbedingungen und eine bessere Entloh-
nung der Pflegekräfte sind bedeutsam, um dem sich gerade jetzt in der Pandemie deutlich
und dramatisch abzeichnenden Zukunftsproblem des Pflegekräfte-Mangels noch entgegen
treten zu können", verlangt die Landesseniorenvertretung ein zügiges Handeln der Verant-
wortlichen. "Ein Pflege- und Gesundheitssystem, das sich vor allem an Verlust- und Gewinn-
rechnungen orientiert, kann eine bedarfsgerechte und angemessene Versorgung für alle und

insbesondere ältere Menschen in ihrer letzten Lebensphase nicht sicherstellen". Die Ökono-
misierung in der Pflege und Gesundheit sei deshalb ein grundlegend falscher Ansatz.


Der dritte Kritikpunkt der LSV richtet sich gegen den starren gesetzgeberischen Rahmen, in
die ambulante wie stationäre Pflege gepresst seien. Hier verlangen die Vertreterinnen und
Vertreter der älteren Generation innovative und flexible Lösungen, gerade auch, was Schnitt-
stellen von Zuständigkeiten angeht. "Überreglementierungen sind abzubauen", so die deutli-
che Zielrichtung, um bürokratische Prozesse zu vereinfachen.


"Es ist an der Zeit, den Finger erneut in die Wunden des Gesundheitssystems und vor allem
der Pflegeversicherung zu legen", ist die LSV NRW überzeugt. Dass sie deshalb auch jene
Menschen kritisiert, die sich durch ihre Impfverweigerung gerade gegen die Schwächsten, die
Kranken und Älteren in der Corona-Pandemie wenden, passt für Jürgen Jentsch gut in die
Zielrichtung des Essener Mitglieder-Beschlusses: "Es geht bei einem funktionierenden, be-
darfsgerechten Gesundheitssystem um Solidarität, auf die wir letztlich alle angewiesen sind".

 


Jürgen Jentsch
Vorsitzender

 

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Bonn/Hannover, 25. November 2021. Zugang zu digitalen Medien und Technologien für alle Menschen, unabhängig von Wohnort, Wohnform oder finanziellen Ressourcen – das ist eines der Ziele des DigitalPakt Alter. In einer heute im Rahmen des 13. Deutschen Seniorentages veröffentlichten Erklärung formulieren die Partner des DigitalPakt Alter gemeinsam sechs Ziele, um die digitale Teilhabe Älterer in Deutschland zu stärken. Die Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen ist im August mit zehn Bündnispartnern aus Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gestartet.


Zentrales Ziel des Bündnisses ist der Auf- und Ausbau von passenden Bildungsangeboten, die ältere Menschen beim Erlernen digitaler Kompetenzen begleiten und unterstützen. Zudem sollten digitale Anwendungen barrierefrei zugänglich und IT-Sicherheit und Datenschutz bereits in den Voreinstellungen enthalten sein. Auch analoge Dienstleistungen sollten solange zur Verfügung stehen, bis alle Menschen die digitalen Angebote vollumfänglich nutzen können.
„Wir müssen alle Menschen beim digitalen Wandel mitnehmen: Wir dürfen nicht zulassen, dass ältere Menschen nicht teilhaben können, weil sie keinen Zugang zu digitalen Angeboten haben. Das ist eine Verantwortung und Herausforderung, die uns alle betrifft“, betont der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering. „Die digitale Teilhabe ist auch Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Immer mehr Dienstleistungen und Informationen sind vorrangig online zugänglich. Deshalb müssen ältere Menschen auf dem Weg in die digitale Welt attraktive und passgenaue Unterstützungsangebote vor Ort erhalten.“ Hier setze der DigitalPakt Alter mit der Förderung von 100 digitalen Erfahrungsorten an. „Die gemeinsame Erklärung des DigitalPakt Alter macht Handlungsbedarfe sichtbar und setzt zentrale Impulse für die Stärkung der digitalen Teilhabe älterer Menschen“, so Müntefering.

Neues Portal mit Informationen und Services zur Digitalisierung im Alter
Auf dem 13. Deutschen Seniorentag gaben die geschäftsführende Bundesseniorenministerin Christine Lambrecht und der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering gestern den Startschuss für das Onlineportal www.digitalpakt-alter.de. Die neue Internetseite des DigitalPakt Alter bietet vielfältige Informationen und Angebote rund um den digitalen Kompetenzerwerb für ältere Menschen. So können interessierte Seniorinnen und Senioren beispielsweise geeignete Lernorte in ihrer Umgebung finden. Christine Lambrecht: „Mit dem DigitalPakt Alter machen wir älteren Menschen wohnortnahe Angebote, um ihre digitalen Kompetenzen zu verbessern und zu stärken. Dafür wollen wir viele neue Partner gewinnen. Die digitale Plattform ist ein lebendiges und interaktives Kommunikationswerkzeug für alle Partner und Interessierten. Sie finden dort Beispiele aus der Praxis, können eigene Initiativen anstoßen und sich mit anderen vernetzen. Auch neue Kooperationen werden dadurch gefördert.“
Weiterführende Informationen
• Gemeinsame Erklärung
• Aktuelle Pressemappe zum DigitalPakt Alter
• Website: www.digitalpakt-alter.de
Die Partner des DigitalPakt Alter:
• Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V.
• Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V.
• Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement
• Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom)
• Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände
• Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e. V.
• Deutscher Gewerkschaftsbund
• Deutscher Volkshochschul-Verband e.V.
• Deutschland sicher im Netz e.V.
• Stiftung Digitale Chancen
• Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Pressekontakt
Geschäftsstelle
DigitalPakt Alter
Hannah Schneider
Telefon 0228 / 24 99 93 51
schneider@bagso.de
Mann beißt Hund, Agentur für Kommunikation GmbH
Julia Valtwies
Telefon 040 / 890 69 636
jv@mann-beisst-hund.de

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Bundespräsident eröffnet den 13. Deutschen Seniorentag
Es gab und gibt ein ungeahntes Maß an Solidarität in dieser Zeit der Pandemie, gerade
von Älteren. Dafür, und für die Verantwortung, die Sie, die Älteren auf sich genommen
haben, möchte ich Ihnen ganz herzlich danken", sagte Bundespräsident Frank-Walter
Steinmeier, digital zugeschaltet, im Rahmen seiner Festrede zur Eröffnung des 13. Deut-
schen Seniorentages. Ich weiß, wie hart die Pandemie viele Ältere getroffen hat, wie
viel Leid und Leiden sie verursacht hat. Isolation, Einsamkeit, das einsame Sterben. Dazu
darf es nicht noch einmal kommen. Wir müssen das verhindern! Und wir können das
verhindern!Mit Blick auf das Motto des 13. Deutschen Seniorentages Wir. Alle. Zu-
sammen.führte er weiter aus: Die wichtigste Lehre aus der Pandemie ist für mich, wie
verletzlich wir als Menschen sind und wie sehr wir aufeinander angewiesen sind.An
der Eröffnungsveranstaltung ohne Publikum im Kuppelsaal des Hannover Congress
Centrum (HCC), die im Live-Stream übertragen wurde, nahmen der Niedersächsische
Ministerpräsident Stephan Weil, Juliane Seiffert, Staatssekretärin im Bundesministerium
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt
Hannover Belit Onay sowie der Regionspräsident der Region Hannover Steffen Krach
teil. In seinem Grußwort betonte der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil
die Unverzichtbarkeit des Engagements der älteren Menschen. Der Deutsche Senioren-
tag selbst findet aufgrund der Corona-Pandemie erstmalig nicht in Präsenz, sondern di-
gital statt. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch mit dem geänderten Format einen le-
bendigen Austausch ermöglichen. Darauf freuen wir uns!“, sagte Franz Müntefering,
Vorsitzender der BAGSO Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen zu
Beginn der Eröffnungsfeier.

Bonn, 24. November 2021