Aktuelles und Wichtiges

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BAGSO appelliert an Mitglieder des Deutschen Bundestages

Der Deutsche Bundestag wird in dieser Woche über das Steuerentlastungsgesetz 2022 abstimmen, dass für Berufstätige eine einmalige Energiepreis-Pauschale von 300 Euro vorsieht. Rentnerinnen und Rentner sollen eine solche Pauschale nicht erhalten. Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen protestiert gegen diese Ungleichbehandlung. In einem Brief an die Mitglieder im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages heißt es: „Warum soll ein Gutverdiener eine Einmalzahlung von 300 Euro zum Ausgleich für gestiegene Kosten erhalten, die Rentnerin mit Alterseinkünften knapp über Grundsicherungsniveau nicht.“

Als Interessenvertretung der älteren Generationen bezeichnet die BAGSO die Regelung als vollkommen unverständlich und nicht akzeptabel. „Höhere Heiz- und Stromkosten treffen Rentnerinnen und Rentner im Zweifel sogar mehr als Beschäftigte, die tagsüber nicht zu Hause sind. Gerade Menschen mit kleinen Renten sind in der aktuellen Situation auf Unterstützung angewiesen“, heißt es wörtlich in den Schreiben.

Auch der Verweis auf aktuelle Rentenerhöhungen rechtfertigt nach Ansicht der BAGSO diese Entscheidung nicht. Die jährliche Rentenanpassung ist den Bezieherinnen und Beziehern gesetzlich zugesichert und orientiert sich an der Entwicklung der Arbeitnehmereinkünfte im Vorjahr. „Niemand käme ernsthaft auf die Idee, bei den nun begünstigten Berufstätigen danach zu unterscheiden, wer in 2022 von einer Tariferhöhung profitiert und wer nicht“, so die BAGSO.

Das Steuerentlastungsgesetz 2022 wird am 11. Mai 2022 im Finanzausschuss beraten und liegt am 12. Mai 2022 dem Bundestag zur Entscheidung vor.

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BAGSO fordert schnelles und konsequentes Handeln
der Politik.


Die BAGSO Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisa-
tionen fordert eine allgemeine Impfpflicht für alle Erwachsenen.
Nach der ersten Debatte im Deutschen Bundestag ruft sie die
Abgeordneten zu einer Einigung auf. „Stellen Sie sicher, dass wir
im Herbst 2022 nicht erneut eine Corona-Welle mit täglich mehr
als 200.000 Erkrankungen und täglich mehr als 200 Todesfällen
haben“, heißt es in einem Schreiben an die Bundestagsfraktio-
nen und die Gesundheitspolitiker der Parteien. Eine Impfpflicht
für alle Erwachsenen biete die einzige Chance, rechtzeitig eine
endemische Lage in Deutschland zu erreichen.

Nach Ansicht der BAGSO geht es darum, die Gesellschaft vor
weiteren schweren Folgen der Pandemie zu schützen. Ange-
sichts der hohen Zahl der Todesfälle und der langfristigen
Krankheitsfolgen, auch für zuvor gesunde Personen, sei eine all-
gemeine Impfpflicht der eindeutig bessere Weg als die Pande-
mie weitgehend ungehemmt laufen zu lassen. Vor dem Hinter-
grund ernster Versorgungsprobleme im Gesundheitssystem und
anderer systemrelevanter Bereiche sowie der Auswirkungen auf
viele Branchen sei sie verhältnismäßig und angemessen.

Die BAGSO wies erneut auf die Folgen der Pandemie für die Be-
wohnerinnen und Bewohner von stationären Einrichtungen und
ihre Angehörigen hin: Seit zwei Jahren müssen sie gravierende

Grundrechtseingriffe ertragen. Ihre physische und psychische
Gesundheit leidet vielerorts unter den anhaltenden Kontaktbe-
schränkungen. Auch sterben derzeit wieder Menschen in Kran-
kenhäusern, Pflegeheimen und Hospizen ohne die Möglichkeit
der Begleitung durch ihre Nächsten. Dies verletzt ihre Men-
schenwürde.

Damit eine Impfpflicht rechtzeitig vor dem nächsten Winter
greifen könne, „sei schnelles und entschlossenes“ Handeln ge-
boten, heißt es in dem Brief der BAGSO.

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BAGSO-Projekt an bundesweit 32 Standorten aktiv

Zahlreiche Anwendungen, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, sind bereits feste Bestandteile des Alltags geworden. Auch viele ältere Menschen wollen die neuen Technologien verstehen und sie eigenverantwortlich nutzen. Das zeigt das Projekt „Digital souverän mit KI“ der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen. An insgesamt 32 Standorten in ganz Deutschland bietet es Älteren die Möglichkeit, KI-Technologien kennenzulernen und sich mit den Chancen und Risiken auseinanderzusetzen. Ziel ist es, Interessierten ein Grundverständnis für Künstliche Intelligenz zu vermitteln: Sie sollen kompetent entscheiden können, welche Technologien sie nutzen möchten, und sich an Diskussionen über Künstliche Intelligenz beteiligen können.

In den kommenden Wochen starten 16 neue lokale Projektpartner ihre Angebote. Die ausgewählten Mehrgenerationenhäuser, Seniorenbüros, Bildungseinrichtungen und Freiwilligeninitiativen bieten die Möglichkeit, KI-basierte Systeme wie Sprachassistenten und smarte Haushaltsgeräte direkt auszuprobieren. Auf Smartphones und Tablets können die Teilnehmenden KI-basierte Apps kennenlernen. Begleitend werden bereits aktive Internethelferinnen und -helfer qualifiziert, Ältere an das Thema Künstliche Intelligenz heranzuführen und dabei Vorteile und Herausforderungen gleichermaßen zu beleuchten.

„Viele Menschen, auch Ältere, denken bei Künstlicher Intelligenz zunächst an Science-Fiction-Filme oder an Pflegeroboter. Dabei können KI-Anwendungen einen Beitrag zur Lebensqualität im Alter leisten. Smarte Haushaltsgeräte erleichtern körperlich anstrengende Arbeiten, Sprachassistenten vereinfachen den Alltag, Apps helfen zum Beispiel bei Sehbeeinträchtigungen“, so Dr. Regina Görner, BAGSO-Vorsitzende. „Aber zu Recht möchten die Menschen wissen, wie zum Beispiel ihre Daten verwendet werden. Lern- und Informationsangebote speziell für ältere Menschen sind deshalb wichtig.“

Das Projekt „Digital souverän mit KI“ startete 2020 an 16 Standorten. Es ist ein Projekt der bei der BAGSO angesiedelten Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“. „Digital souverän mit KI“ wird bis Ende 2022 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des KI-Zukunftsfonds gefördert.

Lokale Partner des Projekts

Weitere Informationen zum Projekt „Digital souverän mit KI“

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Das Engagement Älterer nicht abschätzig aufs Spiel setzen


Wenig Ehre, viel Amt: zahlreiche ältere Menschen, die sich zum "ehren-amtlichen" Enga-
gement in den kommunalen Seniorenvertretungen (SV) bereitfinden, berichten dem Vor-
stand der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) von der Mühsal, im-
mer wieder für ihre Arbeit in der Politik werben zu müssen. "Mit bürokratischen Regelungen
und abschätzigen Haltungen wird man künftig immer weniger Menschen für ein Mittun in
den SV gewinnen", warnt deshalb der LSV-Vorsitzende Jürgen Jentsch davor, Erfahrung,
Einsatzwillen und Ideen von Seniorinnen und Senioren aufs Spiel zu setzen oder abzuwer-
ten.
Die in dieses Ehrenamt rückenden Menschen erwarteten zu Recht Anerkennung und Un-
terstützung für ihren Einsatz, der sowohl den älteren Bürgerinnen und Bürgern als auch
dem Gemeinwohl in der Kommune gilt. "Wir hören aber zunehmend in unseren Gesprä-
chen, dass es ihnen erschwert wird, zum Beispiel Antrags- und Rederechte in den Rats-
Ausschüssen zu erlangen", so die LSV-Vorstandsmitglieder. Es gibt zwar den - nach har-
tem Ringen erkämpften - §27a in der NRW-Gemeindeordnung, der es den Kommunen
ermöglicht, "zur Wahrnehmung der spezifischen Interessen von Senioren, von Jugendli-
chen, von Menschen mit Behinderung oder anderen gesellschaftlichen Gruppen beson-
dere Vertretungen [zu] bilden oder Beauftragte [zu] bestellen". Doch dessen Unverbind-
lichkeit lässt den Städten und Gemeinden viel Spielraum, für die Mitwirkung der Ehrenamt-
lichen in der Kommunalpolitik Türen gar nicht oder nur einen Spalt breit zu öffnen.
"Dabei wollen sie keine Orden, sondern allein Wertschätzung und Anerkennung für ihren
Beitrag zu einer Gesellschaft für alle Generationen", so sagt Jürgen Jentsch. Der gesamte
LSV-Vorstand will sich für dieses Thema übrigens auch im Landtagswahlkampf stark ma-
chen - zur Ehre aller Ehrenamtler.
Jürgen Jentsch
Vorsitzender

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Entscheidungshilfen der BAGSO in aktualisierter Neuauflage
erschienen

Die Entscheidung für den Einzug in eine stationäre Wohnform
im Alter will gut vorbereitet sein. Zwei Veröffentlichungen der
BAGSO Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisatio-
nen bieten dazu Orientierung und konkrete Hilfestellung. Neben
grundsätzlichen Informationen enthalten die beiden Publikatio-
nen „Betreutes Wohnen“ und „Das richtige Senioren- und Pfle-
geheim“ detaillierte Checklisten, die bei der Recherche und
beim Besuch der ausgewählten Einrichtungen hilfreich sind.

Anhand eines Fragenkatalogs lassen sich Schritt für Schritt Qua-
lität und Leistungen verschiedener Anbieter bewerten und ver-
gleichen. In den Blick genommen werden unter anderem die
Lage und das Umfeld, die Wohnung bzw. der Wohnbereich, die
Atmosphäre im Haus und die angebotenen Leistungen. Über ein
Punktesystem kann ein Gesamtergebnis ermittelt werden. Die
Checklisten können helfen, eine fundierte Entscheidung für eine
passende Einrichtung zu treffen.

Die Checklisten wurden in Kooperation mit dem BIVA-Pflege-
schutzbund Bundesinteressenvertretung für alte und pflege-
betroffene Menschen erarbeitet. Sie wurden mit finanzieller
Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend aktualisiert und neu aufgelegt. Beide Check-
listen können heruntergeladen und digital ausgefüllt werden o-
der als Druckexemplare auch in größerer Stückzahl kosten-
frei bei der BAGSO bestellt werden:
http://www.bagso.de/publikationen

Zur Checkliste "Betreutes Wohnen"

https://www.bagso.de/publikationen/ckeckliste/betreutes-wohnen/

Zur Checkliste

  "Das richtige Pflege-und Seniorenheim"

https://www.bagso.de/publikationen/checkliste/das-richtige-pflege-und-seniorenheim/