Aktuelles und Wichtiges

von

Mit Karl-Josef Büscher (Rheda-Wiedenbrück) als einstimmig gewähltem Vorsitzenden führt
die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) ihre Arbeit fort. Die Mitglie-
derversammlung, in der Heimatstadt des neuen Mannes an der Spitze des Dachverbands
der kommunalen Seniorenvertretungen, war gut besucht und stellte jetzt die Weichen für das
Engagement unter dem Jahresschwerpunkt-Thema "Gemeinsam sind wir stark".
Der bisherige Vorsitzende Jürgen Jentsch (Gütersloh) hatte im Vorfeld überraschend seinen
Rücktritt bekannt gegeben. Ihm wurden Anerkennung und Dank für seine dreijährige Amts-
periode als Vorsitzender sowie für sein Engagement im Vorstand über viele Jahre ausge-
sprochen.
In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Theo Mettenborg den Einsatz von Seniorenvertre-
tungen (SV) und wies insbesondere auf das 30-jährige Mitwirken des eigenen Seniorenbei-
rates bei der Gestaltung seiner Stadt hin. Eine Urkunde für die Arbeit von drei Jahrzehnten
gab es neben den Gastgebern der Mitgliederversammlung auch für die SV der Kommunen
Lengerich, Duisburg, Haltern am See sowie Remscheid. Besondere Glückwünsche und eine
Urkunde galten der Seniorenvertretung Steinhagen, die sich bereits seit 40 Jahren für die
Belange älterer Menschen einsetzt. Weitere Grußworte hörten die Delegierten sowohl vom
stellvertretenden Vorsitzenden des Seniorenbeirats Rheda-Wiedenbrück als auch - digital -
von Claudia Middendorf, der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinde-
rung sowie für Patientinnen und Patienten in NRW. Die LSV setzt sich dafür ein, dass Mid-
dendorf auch nach der Landtagswahl im Mai dieses Amt weiter ausüben kann. Auch Ehren-
mitglied Irmgard Scheinemann wurde herzlich begrüßt.
Zu Stellvertretern des neuen Vorsitzenden Karl-Josef Büscher wurden Werner Böcker (Ha-
gen) und Ingrid Dormann (Arnsberg) gewählt. Den Vorstand komplettieren der Schatzmeister
Martin Schulz (Lippstadt) und als Schriftführer Rüdiger Haake (Haltern am See). Beisitzer/in-
nen sind Edeltraut Krause (Herne), Dr. Michael Adam (Bocholt), Gerd Maschun (Essen),
Manfred Stranz (Kaarst) und Wolf-Rainer Winterhagen (Radevormwald).
Mit Karl-Josef Büscher (Rheda-Wiedenbrück) als einstimmig gewähltem Vorsitzenden führt
die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) ihre Arbeit fort. Die Mitglie-
derversammlung, in der Heimatstadt des neuen Mannes an der Spitze des Dachverbands
der kommunalen Seniorenvertretungen, war gut besucht und stellte jetzt die Weichen für das
Engagement unter dem Jahresschwerpunkt-Thema "Gemeinsam sind wir stark".
Der bisherige Vorsitzende Jürgen Jentsch (Gütersloh) hatte im Vorfeld überraschend seinen
Rücktritt bekannt gegeben. Ihm wurden Anerkennung und Dank für seine dreijährige Amts-
periode als Vorsitzender sowie für sein Engagement im Vorstand über viele Jahre ausge-
sprochen.
In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Theo Mettenborg den Einsatz von Seniorenvertre-
tungen (SV) und wies insbesondere auf das 30-jährige Mitwirken des eigenen Seniorenbei-
rates bei der Gestaltung seiner Stadt hin. Eine Urkunde für die Arbeit von drei Jahrzehnten
gab es neben den Gastgebern der Mitgliederversammlung auch für die SV der Kommunen
Lengerich, Duisburg, Haltern am See sowie Remscheid. Besondere Glückwünsche und eine
Urkunde galten der Seniorenvertretung Steinhagen, die sich bereits seit 40 Jahren für die
Belange älterer Menschen einsetzt. Weitere Grußworte hörten die Delegierten sowohl vom
stellvertretenden Vorsitzenden des Seniorenbeirats Rheda-Wiedenbrück als auch - digital -
von Claudia Middendorf, der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinde-
rung sowie für Patientinnen und Patienten in NRW. Die LSV setzt sich dafür ein, dass Mid-
dendorf auch nach der Landtagswahl im Mai dieses Amt weiter ausüben kann. Auch Ehren-
mitglied Irmgard Scheinemann wurde herzlich begrüßt.
Zu Stellvertretern des neuen Vorsitzenden Karl-Josef Büscher wurden Werner Böcker (Ha-
gen) und Ingrid Dormann (Arnsberg) gewählt. Den Vorstand komplettieren der Schatzmeister
Martin Schulz (Lippstadt) und als Schriftführer Rüdiger Haake (Haltern am See). Beisitzer/in-
nen sind Edeltraut Krause (Herne), Dr. Michael Adam (Bocholt), Gerd Maschun (Essen),
Manfred Stranz (Kaarst) und Wolf-Rainer Winterhagen (Radevormwald).
"Zusammen sind wir stark" - unter diesem Motto gehen die neu Gewählten die vielfältigen
Themen des Alters an, darunter die Bearbeitung von 14 in der Mitgliederversammlung be-
schlossenen Anträgen

 

Karl-Josef Büscher
Vorsitzender

von

Wer berufstätig ist, erhält eine Einmalzahlung von 300 Euro un-
abhängig vom Einkommen. Rentnerinnen und Rentner werden
nicht entlastet. Das hat die Ampelkoalition heute mit ihrem Ent-
lastungspaket beschlossen, das einen Ausgleich für steigende
Energiekosten schaffen soll. Die Entscheidung, ältere Menschen
nicht zu berücksichtigen, ist aus Sicht der BAGSO Bundesar-
beitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen vollkommen un-
verständlich und nicht akzeptabel. Höhere Heiz- und Stromkos-
ten treffen Rentnerinnen und Rentner im Zweifel mehr als Be-
schäftigte, die tagsüber nicht zu Hause sind.

„Berufstätige sollen unabhängig vom Einkommen entlastet wer-
den, die Bezieherinnen und Bezieher von kleinen Renten nicht.
Das verstehe, wer will“, kommentiert die BAGSO-Vorsitzende
Dr. Regina Görner die Entscheidung der Bundesregierung. „Ge-
rade Menschen mit kleinen Renten sind in der aktuellen Situa-
tion auf Unterstützung angewiesen. Es ist nicht akzeptabel, sie
im Entlastungspaket auszuschließen.“

Zusätzliche Einmalzahlungen gibt es für Empfänger von Sozial-
leistungen (200 Euro) sowie Familien (100 Euro pro Kind). Zu-
mindest Empfänger von Grundsicherung im Alter dürften also
von dem Paket profitieren. Aus Sicht der BAGSO reichen jedoch
Einmalzahlungen für Menschen mit niedrigen Einkünften nicht
aus. Notwendig ist eine angemessene Anpassung von staatli-
chen Unterstützungsleistungen.

Gesonderte Entlastungsmaßnahmen wurden für den Bereich
der Mobilität vereinbart, jedoch nur für einen Zeitraum von drei
Monaten

von

BAGSO fordert schnelles und konsequentes Handeln
der Politik.


Die BAGSO Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisa-
tionen fordert eine allgemeine Impfpflicht für alle Erwachsenen.
Nach der ersten Debatte im Deutschen Bundestag ruft sie die
Abgeordneten zu einer Einigung auf. „Stellen Sie sicher, dass wir
im Herbst 2022 nicht erneut eine Corona-Welle mit täglich mehr
als 200.000 Erkrankungen und täglich mehr als 200 Todesfällen
haben“, heißt es in einem Schreiben an die Bundestagsfraktio-
nen und die Gesundheitspolitiker der Parteien. Eine Impfpflicht
für alle Erwachsenen biete die einzige Chance, rechtzeitig eine
endemische Lage in Deutschland zu erreichen.

Nach Ansicht der BAGSO geht es darum, die Gesellschaft vor
weiteren schweren Folgen der Pandemie zu schützen. Ange-
sichts der hohen Zahl der Todesfälle und der langfristigen
Krankheitsfolgen, auch für zuvor gesunde Personen, sei eine all-
gemeine Impfpflicht der eindeutig bessere Weg als die Pande-
mie weitgehend ungehemmt laufen zu lassen. Vor dem Hinter-
grund ernster Versorgungsprobleme im Gesundheitssystem und
anderer systemrelevanter Bereiche sowie der Auswirkungen auf
viele Branchen sei sie verhältnismäßig und angemessen.

Die BAGSO wies erneut auf die Folgen der Pandemie für die Be-
wohnerinnen und Bewohner von stationären Einrichtungen und
ihre Angehörigen hin: Seit zwei Jahren müssen sie gravierende

Grundrechtseingriffe ertragen. Ihre physische und psychische
Gesundheit leidet vielerorts unter den anhaltenden Kontaktbe-
schränkungen. Auch sterben derzeit wieder Menschen in Kran-
kenhäusern, Pflegeheimen und Hospizen ohne die Möglichkeit
der Begleitung durch ihre Nächsten. Dies verletzt ihre Men-
schenwürde.

Damit eine Impfpflicht rechtzeitig vor dem nächsten Winter
greifen könne, „sei schnelles und entschlossenes“ Handeln ge-
boten, heißt es in dem Brief der BAGSO.

von

BAGSO-Projekt an bundesweit 32 Standorten aktiv

Zahlreiche Anwendungen, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, sind bereits feste Bestandteile des Alltags geworden. Auch viele ältere Menschen wollen die neuen Technologien verstehen und sie eigenverantwortlich nutzen. Das zeigt das Projekt „Digital souverän mit KI“ der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen. An insgesamt 32 Standorten in ganz Deutschland bietet es Älteren die Möglichkeit, KI-Technologien kennenzulernen und sich mit den Chancen und Risiken auseinanderzusetzen. Ziel ist es, Interessierten ein Grundverständnis für Künstliche Intelligenz zu vermitteln: Sie sollen kompetent entscheiden können, welche Technologien sie nutzen möchten, und sich an Diskussionen über Künstliche Intelligenz beteiligen können.

In den kommenden Wochen starten 16 neue lokale Projektpartner ihre Angebote. Die ausgewählten Mehrgenerationenhäuser, Seniorenbüros, Bildungseinrichtungen und Freiwilligeninitiativen bieten die Möglichkeit, KI-basierte Systeme wie Sprachassistenten und smarte Haushaltsgeräte direkt auszuprobieren. Auf Smartphones und Tablets können die Teilnehmenden KI-basierte Apps kennenlernen. Begleitend werden bereits aktive Internethelferinnen und -helfer qualifiziert, Ältere an das Thema Künstliche Intelligenz heranzuführen und dabei Vorteile und Herausforderungen gleichermaßen zu beleuchten.

„Viele Menschen, auch Ältere, denken bei Künstlicher Intelligenz zunächst an Science-Fiction-Filme oder an Pflegeroboter. Dabei können KI-Anwendungen einen Beitrag zur Lebensqualität im Alter leisten. Smarte Haushaltsgeräte erleichtern körperlich anstrengende Arbeiten, Sprachassistenten vereinfachen den Alltag, Apps helfen zum Beispiel bei Sehbeeinträchtigungen“, so Dr. Regina Görner, BAGSO-Vorsitzende. „Aber zu Recht möchten die Menschen wissen, wie zum Beispiel ihre Daten verwendet werden. Lern- und Informationsangebote speziell für ältere Menschen sind deshalb wichtig.“

Das Projekt „Digital souverän mit KI“ startete 2020 an 16 Standorten. Es ist ein Projekt der bei der BAGSO angesiedelten Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“. „Digital souverän mit KI“ wird bis Ende 2022 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des KI-Zukunftsfonds gefördert.

Lokale Partner des Projekts

Weitere Informationen zum Projekt „Digital souverän mit KI“

von

Das Engagement Älterer nicht abschätzig aufs Spiel setzen


Wenig Ehre, viel Amt: zahlreiche ältere Menschen, die sich zum "ehren-amtlichen" Enga-
gement in den kommunalen Seniorenvertretungen (SV) bereitfinden, berichten dem Vor-
stand der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) von der Mühsal, im-
mer wieder für ihre Arbeit in der Politik werben zu müssen. "Mit bürokratischen Regelungen
und abschätzigen Haltungen wird man künftig immer weniger Menschen für ein Mittun in
den SV gewinnen", warnt deshalb der LSV-Vorsitzende Jürgen Jentsch davor, Erfahrung,
Einsatzwillen und Ideen von Seniorinnen und Senioren aufs Spiel zu setzen oder abzuwer-
ten.
Die in dieses Ehrenamt rückenden Menschen erwarteten zu Recht Anerkennung und Un-
terstützung für ihren Einsatz, der sowohl den älteren Bürgerinnen und Bürgern als auch
dem Gemeinwohl in der Kommune gilt. "Wir hören aber zunehmend in unseren Gesprä-
chen, dass es ihnen erschwert wird, zum Beispiel Antrags- und Rederechte in den Rats-
Ausschüssen zu erlangen", so die LSV-Vorstandsmitglieder. Es gibt zwar den - nach har-
tem Ringen erkämpften - §27a in der NRW-Gemeindeordnung, der es den Kommunen
ermöglicht, "zur Wahrnehmung der spezifischen Interessen von Senioren, von Jugendli-
chen, von Menschen mit Behinderung oder anderen gesellschaftlichen Gruppen beson-
dere Vertretungen [zu] bilden oder Beauftragte [zu] bestellen". Doch dessen Unverbind-
lichkeit lässt den Städten und Gemeinden viel Spielraum, für die Mitwirkung der Ehrenamt-
lichen in der Kommunalpolitik Türen gar nicht oder nur einen Spalt breit zu öffnen.
"Dabei wollen sie keine Orden, sondern allein Wertschätzung und Anerkennung für ihren
Beitrag zu einer Gesellschaft für alle Generationen", so sagt Jürgen Jentsch. Der gesamte
LSV-Vorstand will sich für dieses Thema übrigens auch im Landtagswahlkampf stark ma-
chen - zur Ehre aller Ehrenamtler.
Jürgen Jentsch
Vorsitzender