Aktuelles und Wichtiges

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BAGSO fordert schnelles und konsequentes Handeln
der Politik.


Die BAGSO Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisa-
tionen fordert eine allgemeine Impfpflicht für alle Erwachsenen.
Nach der ersten Debatte im Deutschen Bundestag ruft sie die
Abgeordneten zu einer Einigung auf. „Stellen Sie sicher, dass wir
im Herbst 2022 nicht erneut eine Corona-Welle mit täglich mehr
als 200.000 Erkrankungen und täglich mehr als 200 Todesfällen
haben“, heißt es in einem Schreiben an die Bundestagsfraktio-
nen und die Gesundheitspolitiker der Parteien. Eine Impfpflicht
für alle Erwachsenen biete die einzige Chance, rechtzeitig eine
endemische Lage in Deutschland zu erreichen.

Nach Ansicht der BAGSO geht es darum, die Gesellschaft vor
weiteren schweren Folgen der Pandemie zu schützen. Ange-
sichts der hohen Zahl der Todesfälle und der langfristigen
Krankheitsfolgen, auch für zuvor gesunde Personen, sei eine all-
gemeine Impfpflicht der eindeutig bessere Weg als die Pande-
mie weitgehend ungehemmt laufen zu lassen. Vor dem Hinter-
grund ernster Versorgungsprobleme im Gesundheitssystem und
anderer systemrelevanter Bereiche sowie der Auswirkungen auf
viele Branchen sei sie verhältnismäßig und angemessen.

Die BAGSO wies erneut auf die Folgen der Pandemie für die Be-
wohnerinnen und Bewohner von stationären Einrichtungen und
ihre Angehörigen hin: Seit zwei Jahren müssen sie gravierende

Grundrechtseingriffe ertragen. Ihre physische und psychische
Gesundheit leidet vielerorts unter den anhaltenden Kontaktbe-
schränkungen. Auch sterben derzeit wieder Menschen in Kran-
kenhäusern, Pflegeheimen und Hospizen ohne die Möglichkeit
der Begleitung durch ihre Nächsten. Dies verletzt ihre Men-
schenwürde.

Damit eine Impfpflicht rechtzeitig vor dem nächsten Winter
greifen könne, „sei schnelles und entschlossenes“ Handeln ge-
boten, heißt es in dem Brief der BAGSO.

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BAGSO-Projekt an bundesweit 32 Standorten aktiv

Zahlreiche Anwendungen, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, sind bereits feste Bestandteile des Alltags geworden. Auch viele ältere Menschen wollen die neuen Technologien verstehen und sie eigenverantwortlich nutzen. Das zeigt das Projekt „Digital souverän mit KI“ der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen. An insgesamt 32 Standorten in ganz Deutschland bietet es Älteren die Möglichkeit, KI-Technologien kennenzulernen und sich mit den Chancen und Risiken auseinanderzusetzen. Ziel ist es, Interessierten ein Grundverständnis für Künstliche Intelligenz zu vermitteln: Sie sollen kompetent entscheiden können, welche Technologien sie nutzen möchten, und sich an Diskussionen über Künstliche Intelligenz beteiligen können.

In den kommenden Wochen starten 16 neue lokale Projektpartner ihre Angebote. Die ausgewählten Mehrgenerationenhäuser, Seniorenbüros, Bildungseinrichtungen und Freiwilligeninitiativen bieten die Möglichkeit, KI-basierte Systeme wie Sprachassistenten und smarte Haushaltsgeräte direkt auszuprobieren. Auf Smartphones und Tablets können die Teilnehmenden KI-basierte Apps kennenlernen. Begleitend werden bereits aktive Internethelferinnen und -helfer qualifiziert, Ältere an das Thema Künstliche Intelligenz heranzuführen und dabei Vorteile und Herausforderungen gleichermaßen zu beleuchten.

„Viele Menschen, auch Ältere, denken bei Künstlicher Intelligenz zunächst an Science-Fiction-Filme oder an Pflegeroboter. Dabei können KI-Anwendungen einen Beitrag zur Lebensqualität im Alter leisten. Smarte Haushaltsgeräte erleichtern körperlich anstrengende Arbeiten, Sprachassistenten vereinfachen den Alltag, Apps helfen zum Beispiel bei Sehbeeinträchtigungen“, so Dr. Regina Görner, BAGSO-Vorsitzende. „Aber zu Recht möchten die Menschen wissen, wie zum Beispiel ihre Daten verwendet werden. Lern- und Informationsangebote speziell für ältere Menschen sind deshalb wichtig.“

Das Projekt „Digital souverän mit KI“ startete 2020 an 16 Standorten. Es ist ein Projekt der bei der BAGSO angesiedelten Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“. „Digital souverän mit KI“ wird bis Ende 2022 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des KI-Zukunftsfonds gefördert.

Lokale Partner des Projekts

Weitere Informationen zum Projekt „Digital souverän mit KI“

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Das Engagement Älterer nicht abschätzig aufs Spiel setzen


Wenig Ehre, viel Amt: zahlreiche ältere Menschen, die sich zum "ehren-amtlichen" Enga-
gement in den kommunalen Seniorenvertretungen (SV) bereitfinden, berichten dem Vor-
stand der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) von der Mühsal, im-
mer wieder für ihre Arbeit in der Politik werben zu müssen. "Mit bürokratischen Regelungen
und abschätzigen Haltungen wird man künftig immer weniger Menschen für ein Mittun in
den SV gewinnen", warnt deshalb der LSV-Vorsitzende Jürgen Jentsch davor, Erfahrung,
Einsatzwillen und Ideen von Seniorinnen und Senioren aufs Spiel zu setzen oder abzuwer-
ten.
Die in dieses Ehrenamt rückenden Menschen erwarteten zu Recht Anerkennung und Un-
terstützung für ihren Einsatz, der sowohl den älteren Bürgerinnen und Bürgern als auch
dem Gemeinwohl in der Kommune gilt. "Wir hören aber zunehmend in unseren Gesprä-
chen, dass es ihnen erschwert wird, zum Beispiel Antrags- und Rederechte in den Rats-
Ausschüssen zu erlangen", so die LSV-Vorstandsmitglieder. Es gibt zwar den - nach har-
tem Ringen erkämpften - §27a in der NRW-Gemeindeordnung, der es den Kommunen
ermöglicht, "zur Wahrnehmung der spezifischen Interessen von Senioren, von Jugendli-
chen, von Menschen mit Behinderung oder anderen gesellschaftlichen Gruppen beson-
dere Vertretungen [zu] bilden oder Beauftragte [zu] bestellen". Doch dessen Unverbind-
lichkeit lässt den Städten und Gemeinden viel Spielraum, für die Mitwirkung der Ehrenamt-
lichen in der Kommunalpolitik Türen gar nicht oder nur einen Spalt breit zu öffnen.
"Dabei wollen sie keine Orden, sondern allein Wertschätzung und Anerkennung für ihren
Beitrag zu einer Gesellschaft für alle Generationen", so sagt Jürgen Jentsch. Der gesamte
LSV-Vorstand will sich für dieses Thema übrigens auch im Landtagswahlkampf stark ma-
chen - zur Ehre aller Ehrenamtler.
Jürgen Jentsch
Vorsitzender

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Bundesseniorenministerin Anne Spiegel verleiht Preise des DigitalPakt Alter.


Berlin/Bonn, 14. Februar 2022. Die Initiative DigitalPakt Alter hat Unternehmen für innovative digitale Lösungen ausgezeichnet, die die Teilhabe älterer Menschen stärken. Die Auszeichnungen des Unternehmenswettbewerbs Seniorenfreundlich.Digital.Erfolgreich wurden von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Anne
Spiegel, im Rahmen einer digitalen Preisverleihung überreicht. DiePreisträger sind zwei Entwickler von seniorenfreundlichen Bedienkonzepten für Smartphone und Tablet, eine Anwendung für virtuelles und
interaktives Vorlesen, ein umfassender Service für altersgerechtes Wohnen und ein bundesweites Beratungsangebot für das digitale Zuhause. Insgesamt gab es 51 Bewerbungen. Der DigitalPakt Alter wurdevom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend(BMFSFJ) und der BAGSO Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen initiiert.

„Die eingereichten Lösungen zeigen eine große Vielfalt und Innovationskraft der Unternehmen“, so Bundesseniorenministerin Spiegel. „Die Bandbreite reicht von ganz jungen Start-ups bis hin zu etablierten DAX-Unternehmen.
Einfache, nutzerfreundliche Lösungen erleichtern Seniorinnen und Senioren den Einstieg in die digitale Welt und sind damit zukunftsweisend. Mit dem Unternehmenswettbewerb geben wir Impulse für einen barrierefreien Zugang in die digitale Welt für alle.“ BAGSO-Vorsitzende Dr. Regina Görner betont die wichtige Rolle, die ältere Menschen als Konsumentinnen und Konsumenten einnehmen: Digitale Produkte können für ältere Menschen
von großem Nutzen sein, aber digital allein reicht nicht: Die Qualität muss stimmen, und dazu gehört zunächst, dass Entwickler und Hersteller begreifen, was den Menschen wirklich nutzt. Ältere werden da viel zu oft gar nicht
gefragt. Es geht allerdings auch anders! Das zeigen die Preisträger im Wettbewerb.

Die Produkte und Services der ausgezeichneten Unternehmen unterstützen ältere Menschen beim Zugang und der Nutzung digitaler Technologien: Mit dem EinfachFon von Bo-Mobile GmbH lässt sich jedes Handy in ein nutzer-
freundliches Smartphone umwandeln. Ein niedrigschwelliges Bedienen handelsüblicher Tablets wird mit enna von der enna systems GmbH auch für Menschen ohne jegliche Vorerfahrung möglich. Die Lesido App der Lesido GmbH verbindet Menschen durch interaktives Vorlesen mithilfe einer digitalen Bilderbuch-Bibliothek mit Videochat-Funktion. Einen herstellerunabhängigen Rundumservice zu altersgerechtem Wohnen mit technischen Assistenzsystemen leistet BeHome von der Better@Home Service GmbH. Persönliche Betreuung und Unterstützung für alle Fragen rund um das digitale Zu-hause ob beim PC, Smartphone, WLAN oder TV liefert der Digital Home Service der Deutschen Telekom AG.

Fünf Preisträger werden ausgezeichnet.

Die Auswahl der fünf prämierten Unternehmen sei der Expertenjury nicht leichtgefallen, so Görner weiter. Es gab viele gute Ideen zur Stärkung der digitalen Teilhabe von Seniorinnen und Senioren. Die Gewinner erhalten das
Siegel des DigitalPakt Alter für ihre ausgezeichneten Produkte.

Die fünf ausgezeichneten Unternehmen sind:
 EinfachFon – Bo-Mobile GmbH: Das EinfachFon ist ein normales Smartphone, das per App zu einem leicht bedienbaren Handy mit reduziertem Funktionsumfang umgewandelt wird. So können ältere Nutzerinnen und Nutzer entsprechend ihrer individuellen digitalen Kompetenzen Funktionen hinzu- oder abschalten. Die Jury bewertete das EinfachFon als gute Einstiegslösung für ältere Menschen mit geringen digitalen Kompetenzen.

 enna – enna systems GmbH: enna ist ein niederschwelliges Bedienkonzept für handelsübliche Tablets. Durch das Auflegen haptischer Befehlskarten auf eine mit dem Tablet verbundene Docking Station können die Nutzenden Befehle auf dem Tablet ausführen.Das System ist kompatibel mit Tablets verschiedener Hersteller undträgt durch seine haptische und intuitiv verständliche Bedienbarkeitzur digitalen Teilhabe von Menschen ohne jegliche Vorerfahrungen bei.

 Lesido App – Lesido GmbH: Die Lesido App integriert eine digitale Bilderbuch-Bibliothek mit einem interaktiven Videochat für das Vorlesen auf Distanz. Die App verfügt über eine intuitive Benutzeroberfläche und eignet sich somit für Nutzende aller Altersgruppen. Das eröffnet eine Reihe integrativer Potenziale, etwa für Vorlesepatinnenund -paten, in Sprachkursen mit Geflüchteten und für Großeltern, die ihren Enkeln vorlesen.

 BeHome – Better@Home Service GmbH: BeHome bietet einen herstellerunabhängigen Rundumservice aus Beratung, Installation und Wartung im Bereich altersgerechtes Wohnen mit technischen
Assistenzsystemen. Sensoren erkennen Schäden und ungewöhnliche Vorkommnisse und melden sie per Tablet an die Bewohnerinnenbzw. Bewohner. Falls keine Reaktion auf den Alarm erfolgt, bekommen Angehörige, Nachbarn oder Pflegekräfte eine Benachrichtigung.
Besonders positiv bewertete die Jury, dass das System die individuellen Bedürfnisse der Anwendenden berücksichtigt und sich mit anderen Strukturen, etwa im Bereich präventiver Hausbesuche, kombinieren lässt.

 Digital Home Service – Deutsche Telekom AG: Der Digital HomeService der Deutschen Telekom ist ein Rundumservice  für alle Fragen rund um PC, Laptop, Smartphone, WLAN, Heimnetz und TV. Bereits eine halbe Million Menschen mit einem Durchschnittsaltervon 69 Jahren nutzen das Angebot. „Dass die Telekom analoge Beratung zu digitalen Services in ganz Deutschland zu erschwinglichenKonditionen anbietet, zeigt, dass sie ihrer Verantwortung für digitale
Teilhabe gerecht wird“, so das Urteil der Jury

Langjährige Expertise in der Jury
Die Auszeichnungen wurden von einer unabhängigen Jury, bestehend aus sieben Expertinnen und Experten in Sachen Digitalisierung im Alter, verliehen. Ihre Mitglieder:

 Dr. Regina Görner, Vorsitzende der BAGSO

 Dagmar Hirche, Vorstandsvorsitzende Wege aus der Einsamkeit e.V.

 Prof. Dr. Matthias von Schwanenflügel, BMFSFJ, Leiter Abteilung 3 Demografischer Wandel, Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege

 Prof. Dr. Hans-Werner Wahl, Psychologe und Alternsforscher an der Universität Heidelberg, Leiter des Fachübergreifenden Ausschusses Alter und Technik der DGGG

 Niklas Veltkamp, Mitglied der Geschäftsleitung Digitalisierung & Innovation, Bitkom e.V.

 Dr. Herbert Kubicek, Vorstand und Wissenschaftlicher Direktor der Stiftung Digitale Chancen

 Joachim Schulte, Stellvertretender Geschäftsführer Deutschland si-cher im Netz e.V.

Über den DigitalPakt Alter
Der DigitalPakt Alter ist eine Initiative zur Stärkung von gesellschaftlicher Teilhabe und Engagement älterer Menschen in einer digitalisierten Welt. Initiiert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen,wurde er im August 2021mit zunächst zehn Partnerorganisationen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gegründet.

Weiterführende Informationen

 Aktuelle Pressemappe
zum DigitalPakt Alter
 Website:
www.digitalpakt-alter.de

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Entscheidungshilfen der BAGSO in aktualisierter Neuauflage
erschienen

Die Entscheidung für den Einzug in eine stationäre Wohnform
im Alter will gut vorbereitet sein. Zwei Veröffentlichungen der
BAGSO Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisatio-
nen bieten dazu Orientierung und konkrete Hilfestellung. Neben
grundsätzlichen Informationen enthalten die beiden Publikatio-
nen „Betreutes Wohnen“ und „Das richtige Senioren- und Pfle-
geheim“ detaillierte Checklisten, die bei der Recherche und
beim Besuch der ausgewählten Einrichtungen hilfreich sind.

Anhand eines Fragenkatalogs lassen sich Schritt für Schritt Qua-
lität und Leistungen verschiedener Anbieter bewerten und ver-
gleichen. In den Blick genommen werden unter anderem die
Lage und das Umfeld, die Wohnung bzw. der Wohnbereich, die
Atmosphäre im Haus und die angebotenen Leistungen. Über ein
Punktesystem kann ein Gesamtergebnis ermittelt werden. Die
Checklisten können helfen, eine fundierte Entscheidung für eine
passende Einrichtung zu treffen.

Die Checklisten wurden in Kooperation mit dem BIVA-Pflege-
schutzbund Bundesinteressenvertretung für alte und pflege-
betroffene Menschen erarbeitet. Sie wurden mit finanzieller
Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend aktualisiert und neu aufgelegt. Beide Check-
listen können heruntergeladen und digital ausgefüllt werden o-
der als Druckexemplare auch in größerer Stückzahl kosten-
frei bei der BAGSO bestellt werden:
http://www.bagso.de/publikationen

Zur Checkliste "Betreutes Wohnen"

https://www.bagso.de/publikationen/ckeckliste/betreutes-wohnen/

Zur Checkliste

  "Das richtige Pflege-und Seniorenheim"

https://www.bagso.de/publikationen/checkliste/das-richtige-pflege-und-seniorenheim/