Aktuelles und Wichtiges

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Bundespräsident eröffnet den 13. Deutschen Seniorentag
Es gab und gibt ein ungeahntes Maß an Solidarität in dieser Zeit der Pandemie, gerade
von Älteren. Dafür, und für die Verantwortung, die Sie, die Älteren auf sich genommen
haben, möchte ich Ihnen ganz herzlich danken", sagte Bundespräsident Frank-Walter
Steinmeier, digital zugeschaltet, im Rahmen seiner Festrede zur Eröffnung des 13. Deut-
schen Seniorentages. Ich weiß, wie hart die Pandemie viele Ältere getroffen hat, wie
viel Leid und Leiden sie verursacht hat. Isolation, Einsamkeit, das einsame Sterben. Dazu
darf es nicht noch einmal kommen. Wir müssen das verhindern! Und wir können das
verhindern!Mit Blick auf das Motto des 13. Deutschen Seniorentages Wir. Alle. Zu-
sammen.führte er weiter aus: Die wichtigste Lehre aus der Pandemie ist für mich, wie
verletzlich wir als Menschen sind und wie sehr wir aufeinander angewiesen sind.An
der Eröffnungsveranstaltung ohne Publikum im Kuppelsaal des Hannover Congress
Centrum (HCC), die im Live-Stream übertragen wurde, nahmen der Niedersächsische
Ministerpräsident Stephan Weil, Juliane Seiffert, Staatssekretärin im Bundesministerium
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt
Hannover Belit Onay sowie der Regionspräsident der Region Hannover Steffen Krach
teil. In seinem Grußwort betonte der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil
die Unverzichtbarkeit des Engagements der älteren Menschen. Der Deutsche Senioren-
tag selbst findet aufgrund der Corona-Pandemie erstmalig nicht in Präsenz, sondern di-
gital statt. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch mit dem geänderten Format einen le-
bendigen Austausch ermöglichen. Darauf freuen wir uns!“, sagte Franz Müntefering,
Vorsitzender der BAGSO Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen zu
Beginn der Eröffnungsfeier.

Bonn, 24. November 2021

 

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PRESSEMITTEILUNG
Ein Auge auf das Entlassmanagement haben
Mit dem Ende eines Krankenhaus-Aufenthaltes sind für viele – besonders für ältere - Men-
schen die Sorgen längst nicht vorbei: Wie kann es zuhause weitergehen, wer kümmert sich,
wenn eine neue Lebenssituation entstanden ist? Hilfreich ist hier ein funktionierendes „Ent-
lassmanagement“, um dessen Einhaltung sich bereits viele Kommunale Seniorenvertretun-
gen kümmern. „Wir als Vertretung der Älteren in unserem Land bemühen uns vor Ort nach
Kräften, dass Krankenhäuser und Kliniken hier im Sinne der Patientinnen und Patienten
tätig werden“, so der Vorstand der Landesseniorenvertretung NRW (LSV).
Seit 2017 gibt es die Verpflichtung, dass sich Krankenhäuser bereits mit dem Beginn der
Behandlung von Menschen um deren spätere Entlassung kümmern sollen. „Patienten und
Angehörige müssen sich über die lückenlose Versorgung nach der Rückkehr in den Alltag
informiert und begleitet fühlen“, betont Jürgen Jentsch, der Vorsitzende der LSV. Vielerorts,
so ergab sich in einer aktuellen Diskussionsrunde von Seniorenvertretungen (SV), klappe
diese Unterstützung bereits reibungslos. Dennoch sieht die LSV hier noch ein breites Hand-
lungsfeld gerade für die lokalen SV. “Zu schauen, ob das Entlassmanagement in der eige-
nen Kommune funktioniert, ist enorm wichtig“, zog der Vorstand deshalb eine Bilanz der
Gespräche rund um den Übergang vom Krankenhaus zurück ins Alltagsleben. „Vom einfa-
chen Fragebogen bei der Aufnahme bis hin zu einem übersichtlichen Entlassplan, der die
nachfolgende Behandlung und Versorgung regelt, sollte die Klinik im Sinne der Erkrankten
handeln“, sieht der LSV-Vorstand in der Kontrolle – und auch der Anmahnung - dieser Re-
gelungen eine stetige Aufgabe der Seniorenvertreter. „Sie können dazu auch ihren Sitz in
den Konferenzen Alter und Pflege und den Gesundheitskonferenzen ihrer Kommunen nut-
zen“, darauf weist der LSV-Vorstand hin.

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Am 28.09. referierte Frau Decking vom Kreis Borken zum Thema Pflegefinanzierung.

Trotz der Einschränkungen wegen Corona war der Vortrag gut besucht.

Frau Decking vermochte das Thema interessant herüber zu bringen, so dass die Zuhörer

nach Beantwortung ihrer Fragen zufrieden und mit viel neuem Wissen ihren Heimweg antreten konnten

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In den Chor der vielerorts laut gewordenen Kritik an der "Pflegeversicherungs-Reform" des Bundesgesundheitsministers stimmt auch die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) vernehmlich ein: "Als Interessenvertretung älterer Menschen sagen wir es deutlich und scharf: Eine nachhaltige Reform der seit Jahren betriebenen ‚Flickschusterei‘ rund um die Finanzierung muss anders aussehen", so betont der Vorsitzende Jürgen Jentsch für den Vorstand der LSV.

Gefordert werden von der Dachorganisation der kommunalen Seniorenvertretungen sowohl eine völlig neue Finanzierungsgrundlage der Pflegeversicherung als auch die Einführung von Personalbemessungs-Systemen. "Selbstverständlich sind wir für eine angemessenere Bezahlung der Pflegekräfte, aber die darf nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen". Die im Gesetz vorgesehene, zeitlich gestaffelte prozentuale Erleichterung bei den Eigenanteilen sehen die Mitglieder des LSV geradezu als zynisch an: "Bei einer durchschnittlichen Verweildauer von nur gut sechs Monaten im Pflegeheim werden die erst nach einem Jahr Aufenthalt vorgesehenen Reduzierungen sehr viele Betroffene gar nicht mehr erreichen. Eine ursprünglich geplante Deckelung des Eigenanteils auf 700 Euro ist zudem sang- und klanglos versandet", bedauert die LSV-Spitze. Ebenso wie die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) erwartet auch die Landesseniorenvertretung stark steigende Eigenanteile. "Die notwendige und völlig korrekte Tarifbezahlung der Pflegekräfte wird - so steht es zu erwarten - auf dem Rücken der Pflegebedürftigen finanziert", befürchten Jürgen Jentsch und sein Vorstandsteam, wohin die Reise geht.

Die Corona-Pandemie habe sehr deutlich gezeigt, was in der Pflege schon seit vielen Jahren nicht funktioniere. Dass sich mit der jetzigen Pflegereform daran vermutlich nicht viel ändern werde, erzürnt die Seniorenvertreter und -vertreterinnen. "Jetzt werden keine Probleme gelöst, sondern nur auf jene verschoben, die ohnehin belastet sind", sagt Jürgen Jentsch und schließt sich der BIVA an: "Berlin bietet aktuell nur ein Pflästerchen für die großen Wunden des Pflegesektors".

Jürgen Jentsch

Vorsitzender

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BAGSO-Vorsitzender Franz Müntefering zum Tag der Pflege

Zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai 2021 fordert die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen schnellstmöglich für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege zu sorgen. Dazu zählen angemessene Löhne auf der Grundlage eines allgemeinverbindlichen Tarifvertrags und bessere Personalschlüssel. Die BAGSO unterstützt deshalb das Vorhaben der Bundesregierung, noch in dieser Legislaturperiode ein entsprechendes Gesetz zu verabschieden. Dabei muss sichergestellt werden, dass die Mehrkosten nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen gehen.

„Die Leistungen, die während der Corona-Krise von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege in Heimen und ambulant erbracht wurden, können nicht hoch genug gewürdigt werden“, so der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering. „Einmal mehr hat sich gezeigt, dass eine gute pflegerische Versorgung nur mit ausreichendem und qualifiziertem Pflegepersonal gewährleistet werden kann.“

Die BAGSO appelliert an die politisch Verantwortlichen, über das aktuelle Gesetzesvorhaben hinaus eine umfassende Reform der Pflegeversicherung auf den Weg zu bringen. Sie ist dringend notwendig, um die Kosten der pflegerischen Versorgung einer älter werdenden Bevölkerung auf eine stabile und sozialverträgliche Finanzierungsgrundlage zu stellen